von süss bis ungeniessbar

Ziemlich blind…

Tagtäglich geht man durch die Welt und sieht Dinge, die man eben nicht mehr sieht. Klingt komisch, ist aber logisch. Dinge, die man nämlich immer wieder an immer demselben Ort sieht, beachtet man irgendwann nicht mehr, weil das Auge und die Routine einen blind dafür machen. Ich vergleiche das auch gerne mit der Situation, dass jeder sicher schon mal zu Hause in die Garage gefahren ist und nicht mehr wusste, welchen Weg er genommen hat. Aus Gewohnheit fährt man doch immer die gleichen Strecken und diese automatisieren sich derart, dass man sie nicht mehr bewusst wahrnimmt. In Gedanken fährt man und ist – schwupp – plötzlich zu Hause. Und so ist es doch auch mit den Alltagsdingen, die man nicht mehr bewusst wahrnimmt. Dumm nur, wenn es sich bei diesen Alltagsdingen um die Weihnachtsdekoration im Treppenhaus handelt, die ich gestern „entdeckt“ habe. Kein Witz! Weiterlesen

Blog-Maus

Habt ihr euch schon mal überlegt, wie es wohl aussehen mag, wenn ich am Schreiben bin. Ich meine: Habt ihr beim Lesen ein Bild von der Schreibenden vor eurem inneren Auge? Also ich habe sowas. Bei allen Blogs, die ich mitlese, stelle ich mir immer jemanden dahinter vor. Ich male mir im Kopf ein Bild, wie sie oder er wohl angezogen ist, wo sie oder er beim Schreiben wohl sitzt oder liegt und wie seine Umgebung aussehen mag. Und dadurch kreiere ich ein Bild, von welchem ich nie erfahren werde, ob es stimmt. Und deshalb wäre ich gerne mal eine kleine Blog-Maus. Eine, die bei allen Bloggern, deren Geschichten ich immer lese, für mich mal einen Blick ins Leben wirft. Mich würde unendlich interessieren, ob ich bei irgendjemandem auch nur annähernd richtig liege, mit meinen Bildern. Und noch viel mehr würde mich interessieren, bei wem ich total daneben liege. Weiterlesen

Atemlos…

… ging ich durch die Nacht …

… obwohl der Captain meiner Seele

… mir eigentlich prophezeit hatte, dass es die Hölle würde, morgen früh

… aber ich bin ja schliesslich nicht fehlerfrei

… und so hörte ich nicht zu hundert Prozent

… denn ich will immer wieder – dieses Fieber spür’n

… selbst wenn mein Herz deswegen einen Marathon macht …

… so ist und bleibt dies für mich ein Phänomen !!!

Die eingefleischten Fans haben es gemerkt – für alle anderen: Nein, ich hab mir nicht den Kopf gestossen – ich war am Helene Fischer Konzert und hab mir eine Überdosis eingefangen. Und deshalb habe ich aus ihren Best Of’s einen Text gebastelt. Quasi zur Verarbeitung meines Helene-Traumas! Ok, ich habe eine Erklärung: Ich habe dieses Konzert einem Riesenfan (7-jähriges Mädchen) geschenkt und damit wohl einen Kindertraum wahrgemacht. Und ja, die Show war der Hammer. Und ja, Helene ist ein Multitalent. Aber alles andere – HILFE! Ausnahmezustand sondergleichen! Weiterlesen

Vollmond

Morgen ist Vollmond – Wolfsgeheule und Schlaflosigkeit! Jeder hat seine eigene Meinung zum Mond, und noch viel eigener ist die Meinung zum Vollmond. Denn der ist für so einiges verantwortlich, was wir uns anders nicht erklären können. Da wären

– die Migräne
– die Schlaflosigkeit
– die Albträume
– die schlechte Laune
– der Schwindel
– die miesen Autofahrer
– die unfreundlichen Zeitgenossen
– die schlecht laufenden Geschäfte
– die Müdigkeit
– die Schweissausbrüche
– etc. etc. etc. Weiterlesen

Was macht Rolf Knie?

Rolf Knie (65) aus der berühmten Zirkusfamilie Knie ist als Schauspieler und seit Jahren als überdurchschnittlich begabter Kunstmaler, dessen Name weit über die Landesgrenzen hinaus geht, bekannt. Zudem ist Rolf Knie Vater eines Sohnes (Gregory Knie), mit welchem er zusammen den Salto Natale produziert. Auch als Buchautor hat er sich inzwischen etabliert. Seine Heimat hat er seit Jahren zusammen mit seiner Frau auf seiner Finca in Mallorca, wo er seine kreative Ader nach Lust und Laune ausleben kann.

 

Rolf Knie – ich merke in der Einleitung gerade, dass Sie unzählige Rollen haben. Welche ist für Sie die wichtigste?

Vater zu sein.

Seit ich denken kann, begleiten mich Ihre Bilder durchs Leben. Können Sie sich überhaupt noch an eine Zeit „vor der Malerei“ erinnern?

Ja, sehr gut. Alle meine Lebensabschnitte waren intensiv.

Sorgsame Betrachter Ihrer Malerei sehen, dass Sie – wenn auch praktisch immer mit Motiven aus dem Zirkus – nicht immer „gleich“ malen. Mal waren es vornehmlich Clowns, mal Tiere in ihren Originalfarben, mal Tiere in den wildesten Farben, mal Kleinstobjekte (mit Lupe gezeichnet) auf riesigen Leinwänden, mal gerahmt, mal auf Zirkusblache. Sind das die verschiedenen Phasen eines Künstlers, oder lassen Sie sich nicht in fixe Zeitspannen der Malerei einteilen? Malen Sie einfach das, worauf Sie gerade Lust haben?

Dinge müssen sich verändern, um dieselben zu bleiben. Ich male nie auf Auftrag!

Kann man aus Ihren Bildern Ihren Gemütszustand lesen, oder darf/soll das nicht sein?

Mein Gemütszustand hat mit meinen Bildern nichts….fast nichts zu tun. Ausser den Scheidungsbildern.

Wohnen Sie selber auch inmitten Ihrer eigenen Bilder – oder hängen andere Werke in Ihrem Zuhause?

Meine und andere Bilder hängen bei mir.

Wie muss ich mir Ihr Zuhause vorstellen? So bunt und lebendig wie Ihre Bilder, oder hat Ihre Umgebung nichts gemeinsam mit der Malerei?

Die Umgebung muss zu mir passen und authentisch sein.

Ihre Wahlheimat Mallorca scheint Ihnen zu gefallen. Sie leben nun schon etliche Jahre dort. Was gibt Ihnen diese Insel, was die Schweiz Ihnen nicht geben kann?

Ich lebe in der Anonymität und abgeschottet von der Öffentlichkeit.

Haben Sie nie Heimweh nach der Schweiz?

Das schönste an Mallorca ist der Swiss-Flug in die Schweiz. Ich bin ein unverbesserlicher Heimwehschweizer.

Was mich brennend interessiert: Haben Sie selber ein absolutes Lieblingsbild aus Ihrer Sammlung (vielleicht sogar eines, das bei einem Käufer hängt)?

20% meiner Arbeiten kann ich als Lieblingsbilder bezeichnen. Und die sind in meinem Privatbesitz.

Da Sie aus einer bekannten Künstlerfamilie stammen, dürfte es Ihnen nicht schwer gefallen sein, selber den Weg des Künstlers einzuschlagen. Oder gab es auch Stimmen, welche aus dem Burschen „lieber etwas Anständiges“ machen wollten?

Mich interessieren andere Stimmen nicht. Ich bereue keine Minute in meinem Leben.

Blick zurück: Gibt es etwas, was Sie heute unbedingt anders machen würden?

Etwas länger im Profifussball bleiben.

Blick nach vorne: Steht auf der To-Do-Liste Ihres Lebens ein Traum, welchen Sie gerne noch verwirklichen möchten?

Über Träume redet man nicht, man versucht sie zu realisieren.

Ich bedanke mich herzlich für die knackigen Aussagen und wünsche Ihnen auf Ihrem Weg weiterhin viel Erfolg und noch viele schöne Knie-Bilder.

 

Wer mehr über Rolf Knie wissen möchte, kann sich auf www.rolfknie.ch umschauen.

 

Mit diesem Interview beende ich die Serie über die spannenden Menschen, welche bei dieser Challenge mitgemacht haben. Herzlichen Dank an alle! 🙂

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