… und die Frage nach dem, was wirklich zählt.
Kürzlich hatte ich einen dieser seltenen Momente, die einen mitten im Alltag innehalten lassen. Ein Schwalbenschwanz-Schmetterling setzte sich für einen Moment auf meine Schulter.
Für viele ist es einfach ein schönes Foto. Für mich war es eine Erinnerung an die großen Dualitäten, die uns im Berufs- und Privatleben jeden Tag begleiten:
Zeit vs. Geld
Wir tauschen oft das eine gegen das andere ein. Aber während man Geld wieder verdienen kann, ist verlorene Zeit unwiederbringlich weg. In wen oder was investieren wir unsere wertvollsten Stunden?
Karriere vs. Sein
Höchstleistung im Job funktioniert nur, wenn wir uns auch die Räume für Stille und Regeneration erlauben. Wenn wir uns Zeit mit lieben Menschen nehmen. Ein Schmetterling fliegt nicht permanent – er muss sich setzen, um Kraft zu tanken. Gönnen wir uns selbst diese notwendigen Pausen?
Leben vs. Tod und Vergänglichkeit
Der Schmetterling ist das ultimative Symbol für Transformation. Er lebt oft nur wenige Wochen, strahlt in dieser kurzen Zeit aber eine unglaubliche Leichtigkeit aus. Es erinnert uns daran, dass unsere Alltagswelt vergänglich ist. Was am Ende bleibt, ist nicht die Bucketlist, die erfolgreich abgearbeitet wurde, sondern wie wir uns gefühlt und was wir bewirkt haben. Was wir an schönen Erinnerungen schaffen ist doch letztlich der Schlüssel für ein erfülltes Leben.
Manchmal braucht es erst ein Zeichen auf der Schulter, um uns den Spiegel vorzuhalten und die Prioritäten geradezurücken.
Ich habe mit dem Tod meines Mannes definitiv gelernt, dass das Leben kein Wettkampf ist und dass es die vermeintlich kleinen Dinge sind, die einen reich machen.
Familie.
Freunde.
Liebe.
Seelenfutter.
Liebs Daniela
ä Schmätterling isch au äs Zeiche vo obe.
Mie seit ä Bsuech vom Himmu.