Heute vor 35 Jahren sind wir bei strömendem Regen aus dem Standesamt gekommen. Wir haben JA zueinander gesagt – für ein Leben lang! Ich war traurig über das Wetter und hatte Angst, dass auch unsere grosse Trauung zwei Tage später ins Regenwasser fallen würde. Du hast stoisch gemeint: „Keine Angst, die Sonne wird scheinen.“
Nun, Du hattest recht. Wir haben bei strahlendem Sonnenschein geheiratet und haben all unsere Pläne verwirklichen können, die wir uns vorgestellt hatten:
– Hausbau
– Zwei gesunde Kinder
– Studium
– Reisen
– Katzen
– Hund
– …
– …
… einfach alles, was für uns zu einer gesunden und schönen Familienwelt gehört. Und unser Plan war es, dies alles gemeinsam zu tun, bis dass der Tod uns scheidet.
Ja, der Plan ist aufgegangen – bis eben Dein Tod uns geschieden hat. Der gemeinsame Weg bis ans Lebensende ist für Dich aufgegangen – für mich nicht. Ich musste Dich ziehen lassen und kann es noch heute manchmal einfach nicht fassen, dass Du nie mehr hier sein wirst. Seit 1 1/2 Jahren bist Du nicht mehr da und das neue „Normal“ hat sich so langsam manifestiert. Und doch gibt es Tage – wie eben der Hochzeitstag – an welchen sich dieses neue Normal total falsch anfühlt. Du fehlst! Jeden Tag sprechen wir über Dich, jeden Tag lachen wir über Deine Witze, jeden Tag bist Du präsent und unvergessen. Und auch wenn ich mich im neuen Leben gut zurechtfinde, so wird diese Lücke immer bleiben.
Eines muss ich Dir aber hoch zur Venus schicken: Ein DANKE für unsere wunderbaren Kinder! Sie sind mein ganzer Stolz – und die beiden Enkel, die notabene immer wieder vom Gropi erzählen, sind wunderbare Wesen.
Und die Tatsache, dass Du mir wieder jemanden geschickt hast, der mich durch die Höhen und Tiefen des neuen Lebens begleitet, ist mehr als GROSSARTIG von Dir.
Ich hoffe, auf der Venus hat es einen Zapfhahnen, damit Du mit einem kühlen Bier auf unseren Tag anstossen kannst. Freunde hast Du ja so einige da oben.
Ich schaue hoch und proste Dir zu (wie immer mit meiner Cola Zero) – für immer, Mick!
Dani
Liebe Daniela
An euren Hochzeitstag (kirchlich) erinnere ich mich auch noch bestens. Ihr wart nicht gerade „amused“, nach dem Fest in eurem Schlafzimmer einen Sandstrand vorzufinden mit zwei Liegestühlen statt des Ehebettes 😅. Ich war eine der Mittäterinnen, aus dem 2. Stock, Burgunderstrasse in Bellach.
Liebe Grüsse, Nelly
Hey Nelly
Wie cool, dass Du Dich meldest. Ich erinnere mich leider nicht mehr an Dich, aber an besagte Überraschung, die sowas von idiotisch war. Was haben wir uns geärgert – und unsere Hochzeitsnacht auf dem Sofabett meiner Eltern verbringen müssen. Und unsere Möbel waren zum Teil nicht mehr reparierbar – Schrauben waren verloren und Kleinmöbel kaputt gemacht. Mit besagten Menschen hatten wir ab diesem Moment nie wieder Kontakt.
Umso lustiger, dass Du Dich meldest.
Leider habe ich kein Gesicht mehr zum Namen …
Aber schön, dass Du Dich „geoutet“ hast.
Ganz liebe Grüsse, Daniela