von süss bis ungeniessbar

Neue Hilfsgelder?

Ich mische mich auf meinem Blog nie in politische Diskussionen ein – das tut die Presse schon genug. Jetzt mache ich mal kurz eine klitzekleine Ausnahme. Warum? Weil meine allerbeste Freundin unbewusst mir die Idee zu diesen Zeilen geliefert hat. Das ging folgendermassen:

Ich: „Jetzt hab ich die Newsmitteilung erhalten, dass Griechenland einen neuen Antrag auf Hilfsgelder stellt – sowas nennt sich dann Eurorettungsschirm. Also manchmal versteh ich echt die Welt nicht mehr.“

Sie: „Was ich nicht verstehe ist, wo all diese Reeder und diese Supermilliardäre sind? Die könnten doch ihr Land im Alleingang retten.“

Ich: „Du meinst da diese Oligarchen – jene, die in der Portokasse die Millionen und auf der Bank die Milliarden bunkern?“

Sie: „Genau, das wäre doch für die nun wirklich kein Ding, ihrem Land aus der Misere zu helfen.“

So, und das ist nun also der Grund, warum ich mich dazu hinreissen liess, diese politischen Ansätze doch niederzuschreiben. Diese Idee ist nämlich so simpel, dass ich mich danach tatsächlich auch fragte: Warum eigentlich nicht? Dass diese Idee schon alleine im Grundsatz die Lösung vieler Probleme auf der ganzen Welt wäre, darüber müssen wir gar nicht diskutieren. Schliesslich war es schon immer so, dass viele Supperreiche karitative Projekte unterstützen und damit den weniger gut Betuchten unter die Arme greifen. Warum geht das also nicht auch zur Rettung eines Landes? Weiterlesen

„Das Rechnungswesen als Führungsinstrument“…

…oder wie man einen Studenten in den Wahnsinn treibt. Ja, das ist unser aktuelles Familienthema, da der Herr Sohnemann Unternehmenskommunikation studiert, was unglücklicherweise auch das Fach Rechnungswesen beinhaltet. Nicht genug, dass er schon alleine diese Tatsache richtig dämlich findet, verknoten seine Hirnwindungen beim Unterricht in diesem Fach erst recht. Und dann wird geschimpft, gezetert, hinterfragt und versucht, jahrzehntelange Buchhaltungsregeln über den Haufen zu schmeissen. Natürlich ohne Erfolg. Aber immer mit dem Resultat, dass ich als Mutter zum Schluss über Aufgaben sitze, welche ich zu Beginn noch total logisch fand, bis mein Sohnemann mich so lange mit komplizierten Fragen bombardiert hat, dass auch ich mich auf einmal in einem Irrgarten befinde, aus dem ich nicht mehr rausfinde. Hirnverknotungen also auch bei der Mama. Und unendliche Diskussionen über Sinn und Unsinn der Buchhaltung, zu welcher der Sohnemann inzwischen die für sich einzig logische Erklärung gefunden hat: „Eigentlich ist Buchhaltung nichts anderes, als das stupide Hin- und Herschaufeln von Beträgen, bis es zum Schluss wieder aufgeht.“ Aha – so kann man das also auch sehen. Oder wie er zu sagen pflegt:

«An sich würde mir das Studium ja Spass machen, wären da nicht die unzähligen, liebenswerten Grundlagenfächer (Psychologie, Wissenschaftliches Arbeiten oder eben auch Buchhaltung). Da muss ich mir eher einen Spass draus machen um nicht wahnsinnig zu werden… Für alle, die schon mal mit Buchhaltung zu tun hatten: Der Lehrer ist dann aktiv, ich bin eher passiv und welchen Ertrag ich aus diesem Aufwand haben soll, das Konto ich mir bis heute nicht ausrechnen.»

So, dieser Einschub inklusive Wortwitz (den ihr hoffentlich verstanden habt) ist eins zu eins der verqueren Gedankenwelt meines Erstgeborenen entsprungen. Vielleicht erklärt das auch, warum er sich an der Buchhaltung die Zähne ausbeisst und ich mich ob seiner Fragen irgendwann im Kreis drehe und selber nicht mehr weiss, was nun wohin gehört. Aber eben: Hauptsache, es geht zum Schluss auf und ergibt keine grundlegenden Differenzen – dann sind wir der Sache schon sehr viel näher, als wir uns je erhofft hätten. Wie gut, dass ich nicht mehr Studentin bin. Hausaufgabengebeutelte Mutter reicht vollkommen…

Sterneköche und ihre Esstempel

Kennt ihr die Gault-Millau-Punkte und die Michelin-Sterne in der Gastronomie? Also ich kenne sie insofern, als dass ich weiss, dass nur die auserlesensten Köche mit ihren Gastrotempeln diese Auszeichnungen erhalten. Und ich weiss, dass ich kein Fan dieser Tempel bin. Für alle, die nun verständnislos den Kopf schütteln, hier die simple Erklärung einer ziemlich einfach gestrickten Frau:

Wenn ich zum Italiener, zum Griechen oder zum Chinesen gehe, dann weiss ich, worauf ich meinen Magen einstellen darf und ich weiss auch, dass meine Brieftasche deswegen nicht gleich einen Heulkrampf bekommt. Ich kann deren Karten lesen und weiss daher auch, was ich bestelle. Weiterlesen

Hau drauf!

Da lese ich heute mal wieder eine grosse Tageszeitung und ärgere mich. Überschrift des Artikels des Anstosses: „Das Neidhaus des Traumpaars“. Und dann Fotos einer schönen Villa am wunderbaren Zürichsee. Und natürlich ein Foto eines hüschen Ehepaars. Ja, und das genügt, um die „Hau-drauf-Keule“ aus der Schublade zu holen. Nerv!

Im Artikel wird über die Quadratmeterzahl des Hauses geschrieben, über den eingebauten Autolift, über die traumhafte Sicht, über den Infintiy-Pool, über die 132 Quadratmeter grosse Terrasse und darüber, dass der millionenschwere Eigentümer seit einer Weile nicht mehr arbeitet. Man munkle, es sei aus gesundheitlichen Gründen oder aber weil er und seine Frau in einer Beziehungskrise steckten. Aha! Spannend? Nein – interessiert keine Sau! Aber überrascht mich überhaupt nicht. Der Neid ist allgegenwärtig, undifferenziert und saudämlich. Da kommen mir echt keine netten Worte mehr in den Sinn. Weiterlesen

Schaulaufen der Peinlichkeiten

Es ist heiss – sehr heiss. Und es ist weit und breit keine Abkühlung in Sicht. Da ich ein bekennender Winterfan bin und den Sommer ohnehin nicht mag, ist die aktuelle Hitze für mich einfach nur HORROR! Ich mag es nicht, weil man sich nicht davor schützen kann. Im Winter ziehe ich einfach soviel über, bis mir warm ist. Was aber tun, wenn es derart heiss ist, dass es nur noch im Keller erträglich ist? Ein Kellerkind werden? Weiterlesen

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