von süss bis ungeniessbar

Jodeln neu interpretiert

In meiner Freizeit unterrichte ich gerne mal Kiddies im Vorschul- oder Grundschulalter. Es macht Spass, mit den Zwergen zu arbeiten. In diesem Alter sind sie noch voller Begeisterung mit dabei und freuen sich darüber, wenn sie mit einem eigenen Ordner im Büro zur „Arbeit“ antreten dürfen. Schliesslich macht sie das unglaublich wichtig, denn sonst sitzt ja vor allem der Papa mit dem Ordner im Büro. Pha, was der kann, können die Zwerge schliesslich schon lange. Weiterlesen

Wenn Wissen krank macht

Hin und wieder liegen im Briefkasten irgendwelche Magazine rund um die Gesundheit – meist verteilt von Apotheken oder Drogerien. Ich schmeisse diese in der Regel ungelesen auf den Papierstapel. Diesmal nicht – es stand drauf „Alles für die Gesundheit der Frau im Wechsel“. Hätte ich das Teil mal besser nicht gelesen – jetzt fühle ich mich irgendwie alt, schrumpelig und faltig. Ach ja, und krank.

Also da geht es um die hängende Haut ab 50ig, den schlaffen Po im Alter, die dringend notwenigen und regelmässigen Untersuchungen beim Arzt, um fiesen Krankheiten in diesem Alter unter allen Umständen vorbeugen zu können. Da wären dies der Brustkrebs, der Darmkrebs und nicht zu vergessen die regelmässigen Hautchecks wegen des Hautkrebs. Weiterlesen

Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und irgendwie schlägt im Garten so ziemlich alles aus, was auschlagen kann. Es tut sich was in der Natur. Wunderschön und für ausgedehnte Spaziergänge eigentlich perfekt. Nun hat aber die Natur ja bekanntlich dieses kleine Zeug, welches durch die Luft fliegt, wenn es zu blühen beginnt. Die Pollen. Kennt ihr sie auch, die kleinen Mistdinger?

Ja, ich weiss, ohne diese lieben Pollen gäbe es ja die Blütezeit nicht und die Natur wäre tot und und und … weiss ich alles. Aber meiner Nase ist das relativ egal. Die fand (mit Beginn der Wechseljahre!!!), dass sie immer im Frühjahr auf Rinnsal stellen und mich ärgern könnte. Und ich habe keinen Plan, worauf ich überhaupt reagiere. Ich weiss nur, dass bei den ersten Frühlingstagen meine Nase zu kribbeln anfängt und ich nachts vor mich herhuste. Toll! Virenfrei und total gesund durch den Winter … keine Grippe, kein Schnupfen, nichts. Und kaum schlägt die Natur aus, schlägt bei mir der Schnupfen zu. Wieso dieses Ding übrigens landläufig Heuschnupfen genannt wird, ist mir ein Rätsel. Ich sehe aktuell weit und breit kein Heu, schnupfe aber vor mich hin. Müsste es dann nicht Haselschnupfen oder „was-eben-gerade-blüht“-Schnupfen heissen? Dann wenn die Bauern nämlich die Heuballen ins Trockene bringen, ist bei mir die Schnupfenzeit schon lange wieder durch.

Bestimmt leide ich unter Jahreszeitenwechselschnupfen. Das würde auch erklären, warum er in den Wechseljahren erst eingesetzt hat. Vorher war ich schliesslich nicht allergisch. Und das beste: Klein Ellie hat auch angefangen zu niesen und ihre Nase läuft. Können Hunde eigentlich auch Heuschnupfen haben? Oder können Tiere nicht allergisch auf solche Sachen reagieren? Nun ja, es wäre ja ganz schön fies, wenn eine Katze eine Katzenhaarallergie hätte. Aber wer weiss – mich überrascht schon lange nichts mehr! Ich hol dann mal Taschentüchernachschub…

Die Jugend liest mit

Ich weiss seit heute, dass ich mindestens einen blutjungen Follower auf meinem Blog habe. Warum ich das weiss? Wir waren heute eingeladen bei einer lieben Familie mit zwei lustigen Jungs. Der eine davon – 15-jährig – hat mit seinem Wissen über meine Blogposts geglänzt. Ich war beeindruckt, zumal ich nicht damit gerechnet habe, dass Jünglinge diesen Alters sich für meine Geschichten interessieren. Aber ich wurde eines Besseren belehrt – zumindest zum Teil. Denn der Satz des Abends, aus dem Munde besagten Jünglings war:

„Doch, ich lese eigentlich alle Deine Beiträge, und die meisten davon sind sogar gut!“

Und nun lasst euch den Satz nochmal ganz langsam auf der Zunge zergehen. Die meisten sind sogar gut – und das aus dem Munde eines 15-Jährigen. Hey, Leute, ich fühle mich geehrt. Hallo? Ich meine – hätte mir das ein Literaturkritiker gesagt, so hätte mich das nicht die Bohne interessiert. Aber ein lustiger, aufgestellter und vermutlich ziemlich pubertierender Jüngling hat meine Geschichten als „meistens gut“ befunden. Hallo? Da können jene, die von Marcel Reich-Ranicki als gut beurteilt wurden aber sowas von einpacken. Ich habe die Absolution eines hormongebeutelten Jungendlichen, und das ist vermutlich mehr wert, als jedes versierte Literatururteil. Also ich bin augenblicklich rund fünf Zentimeter gewachsen und habe ihm gesagt: „Junge, herzlichen Dank. Mit diesem Satz hast Du Dir gerade eine eigene Geschichte auf meinem Blog verdient. Er wurde zwar etwas rot im Gesicht, aber das hätte er vermutlich niemals zugegeben. Und ich bin mir sicher, dass er jetzt, wenn er diese Zeilen liest, vor sich hin grölt und denkt: „Die hat das tatsächlich gemacht – die hat eine Geschichte über mich geschrieben. Und dabei hat sie nicht mal meinen Namen genannt.“ Ja, meine Guter, ich nenne grundsätzlich niemals einen Namen – aber alle, die Dich kennen werden wissen, dass es sich um Dich handelt. Und ich danke Dir nochmals für das grosse Kompliment, dass die meisten meiner Geschichten sogar gut seien! Kicher…

Das kann ich nicht mehr ernst nehmen!

Obligates Morgenritual: Kaffeemaschine anwerfen, Zeitung schnappen und das Geschehen der Welt lesen. Heute hat mich aber schon die Schlagzeile auf der Frontseite der hiesigen Zeitung geärgert – und ich war noch nicht mal beim Kaffee angekommen! Steht da doch in fetten Lettern: „Muslimische Schüler dürfen Lehrerin Händedruck verweigern.

Erst war es das Thema Schwimmunterricht, welches für rote Köpfe sorgte. Dann das Kopftuchtragen. Dann die Kreuze, welche in manchen Schulzimmern hängen. Und nun also der Händedruck zum Gruss. Im Islam gilt offenbar gemäss einigen Rechtsschulen, dass ein Mann eine Frau nicht berühren darf, wenn es nicht seine Ehefrau ist. Im vorliegenden Fall haben es zwei Schülerinnen aber soweit getrieben, dass sie sich auch bei der Lehrerin gewehrt haben, dies zuzulassen, indem sie einfach den Händedruck verweigerten – dies in einer Oberstufenklasse, welche das Ritual des Grüssens per Händedruck schon lange praktiziert. Weiterlesen

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