von süss bis ungeniessbar

Zwischen den Zeilen

Könnt ihr auch zwischen den Zeilen sprechen? Oder noch besser: Könnt ihr zwischen den Zeilen verstehen? Eigentlich ganz einfach, aber kann zu richtig dämlichen Erwachsenenspielchen führen. Bestimmt haben das alle im Alltag schon tausend mal erlebt, manche beherrschen es aus dem Effeff, andere tappen vermutlich immer wieder in die Falle. Ein Beispiel gefällig?

„Schatz, es hat keine Milch mehr.“ Einfacher Satz, aber in x-verschiedenen Varianten zu interpretieren. Will er mir nun damit sagen, dass ich hätte einkaufen sollen? Soll das ein Vorwurf sein? Ist er vielleicht einfach nur durstig? Will er, dass ich nun zur Tankstelle renne und Milch hole? Oder möchte er einfach nur feststellen, dass es keine Milch mehr hat?

Die devote und sehr pflichtbewusste Frau antwortet nun bestimmt mit: „Entschuldige, ich hatte heute keine Zeit, ich hole sie gleich morgen.“ Oder vielleicht sogar noch eine Stufe angepasster mit: „Sorry, ich gehe schnell zur Tankstelle und hole welche.“

Die resolute und leicht gereizte Frau kontert mit: „Na und, ist das mein Problem? Ich will ja schliesslich keine Milch.“

Diejenige, die gerade einen Kurs in Kommunikation unter Erwachsenen besucht hat, wird vermutlich fragen: „Ja, und was möchtest Du mir damit sagen?“ Weiterlesen

Autogenes Training für Anfänger

Anfänger sind Menschen wie ich, die noch nie ein Entspannungstraining in irgendeiner Form gemacht haben. Solche halt, die sich unter autogenem Training oder Yoga so eine Art Schlafstunden vorstellen. Unwissende eben!

Nun gut, da ich irgendwie bei meiner Geburt schon mit Duracell-Batterien im Kopf ausgestattet wurde, hört das Gedankenkarussell bei mir eigentlich nie auf zu drehen. Das hat sein Gutes, absolut! Ich habe 1000 Ideen und mir wird eigentlich nie langweilig (ausser in den Ferien am Meer, aber das wisst ihr ja schon). Dieses ständige Kopfkarussell kann aber manchmal auch ganz schön anstrengend sein und einen am Schlafen hindern. Oder einfach am Entspannen. Also habe ich mich für einen Kurs in autogenem Training eingeschrieben. Das kann ja nicht so schwer sein – dachte ich. Weiterlesen

Berge bezwingen

Ja, ihr habt richtig gelesen – ich bezwinge die Berge, ich erklimme sie nicht. Die Waschberge! Und das tue ich jedes Wochenende aufs Neue. Ich weiss nicht, ob Bergschuhe und ein Rucksack die Sache leichter machen würden; Fakt ist, dass sich diese Berge immer wieder türmen, als ob ich sie nie bezwungen hätte.

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Eine Vierpersonen-Waschbergwanderung ist an sich locker zu meistern. Besonders toll wäre aber, wenn sich beim Besteigen des Gipfels auch das Gefühl des „Geschafft, fertig, zufrieden!“ einstellen würde. Dem ist aber nicht so, denn während die Maschinen waschen und trocknen und ich die Berge sortiere nach Farbe, Material und Personen, fällt in den oberen Stockwerken schon wieder neue Wäsche in die Waschkörbe. Ich glaube, man könnte das auch eine Neverending-Story nennen. Oder Wanderung ohne Ziel? Weiterlesen

Rosarote Zuckerwatte

Kennt ihr die Kunst der konstruktiven Kritik? Jemandem ein Feedback geben, ohne ihn dabei anzugreifen oder zu verletzen, kann unglaublich schwierig sein. Ich habe mich in meiner Ausbildung ein ganzes Semester lang NUR mit diesem Thema auseinandergesetzt. Resultat: Ich wusste eine Weile fast nicht mehr, wie ich überhaupt mit jemandem sprechen sollte, um ihm auf der richtigen Ebene, mit den richtigen Worten, der richtigen Körperhaltung und der nötigen Wertschätzung zu begegnen. Hilfe! Da blieb selbst meine vorlaute Klappe manchmal einfach zu, weil es einfacher war, gar nichts zu sagen. Ich bin eine Verfechterin der klaren, direkten und ehrlichen Kommunikation. Dieses Reden um den heissen Brei ist nicht mein Ding. Klar verletze ich nicht absichtlich jemanden – es sei denn, ich mag ihn/sie gar nicht, dann kann es schon mal vorkommen, dass ein kleines Bisschen Absicht dahiner steckt. Weiterlesen

Hilfe, es weihnachtet sehr!

Ich habe mich vor drei Tagen, nach der stürmischen Orkannacht, von meinen zerschlagenen Dekokürbissen und herbstlichen Blättern ums Haus verabschiedet. So weit, so gut. Das ging vermutlich noch unzähligen anderen nach der besagten Sturmnacht so. Im Kopf habe ich mir schon eine neue Herbstdeko zusammengestellt und mir vorgenommen, diese heute zu holen. Dazu noch ein paar gruselige Halloweensachen, die ich im und ums Haus verteile – so richtig passend zu den kürzeren Tagen und zur Zeitumstellung, die uns bevorsteht. Idee im Kopf, Tasche in der Hand – ab ins Warenhaus. Herbstdekoration? Fehlanzeige!

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Was mich da erwartet, sieht irgendwie so gar nicht nach Herbst aus. Ob ich mich wohl in der Abteilung geirrt habe?

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Nein, leider nicht. Mir schwant Böses! Es glitzert und glänzt aus allen Ecken und die blinkenden Rentiere machen mir die vorweihnachtliche Stimmung schon so richtig zur Emma. Wer bitte schön stellt sich neonfarbene Rentiere, welche nervös blinken, in den Garten? Das ist mir ein Rätsel – mit Weihnachtsstimmung hat das nun wirklich nichts zu tun, eher mit Discofieber und Tieren, die sterbend in den letzten Zuckungen liegen. Und dieses kalte, blau-weisse Licht ist so etwas von unromantisch, dass auch den härtesten Weihnachtsmännern die Freude an dieser Jahreszeit vergeht. Weiterlesen

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