von süss bis ungeniessbar

Einkaufen leicht gemacht

Nun ja, zumindest behauptet das mein Mann. Das tägliche Einkaufen für die Familie gehört nämlich glücklicherweise nicht in meinen Zuständigkeitsbereich – ich hasse es sogar dermassen, dass mein Liebster, wann immer es geht, sogar „voreinkauft“, wenn er nicht zu Hause ist.

Aber eben, bei längeren Abwesenheiten funktioniert das natürlich nicht, sodass ich dann in den sauren Apfel beissen und mich ins Einkaufszentrum wagen muss. Glaubt mir, für mich ist das ein Wagnis. Ich mag keine Einkaufszentren mit vielen Menschen, gefühlten 10’000 Düften, gestressten Gesichtern und unendlich langen Regalen.

„Mach Dir einen Zettel, dann wirds viel einfacher!“ Ok, lieber Mann, habe ich gemacht.

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Acht Beine sind definitiv zu viel!

Ich bin tierlieb, sogar sehr. Ich mag Katzen (davon habe ich ja selber vier), Hunde, Esel, Kühe, Hühner, Schafe, Meerschweinchen, Mäuse – fast alles, was irgendwie zur Tierwelt gehört. Selbst Eidechsen oder Frösche bringen mich nicht aus der Ruhe.

Aber bei Spinnen ist Ende mit der Tierliebe. Diese Viecher machen mir einfach nur Angst! Riesige Angst!

Zugegeben, manche sind wirklich richtige Kunstwerke der Natur

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und wohnen sogar bei uns im Garten. Andere sind zum Glück im Zoo hinter einer Glasscheibe

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und schaffen es selbst dort, mich in Angst und Schrecken zu versetzen. Dass die Achtbeiner aber vor allem im Herbst, wenn es draussen kalt wird, unser Haus gerne als Zufluchtsort benutzen, finde ich absolut nicht in Ordnung. Könnten sie sich nicht ein anderes Zuhause suchen? Kennt ihr diese fetten, schwarzen, behaarten Riesenteile, bei welchen einen das Gefühl beschleicht, dass sie jeden Schritt beobachten, den man macht? (Nicht die dünnen langbeinigen „Zimmermänner“, wie man sie bei uns nennt). Die dicken Biester lauern mit Vorliebe im Keller und in der Waschküche, womöglich neben dem Lichtschalter. Ich taste mich also – natürlich entspannt und unwissend – zum Lichtschalter, drücke und……………..S C H R E I E ! Dieser fette Achtbeiner sitzt da und reibt sich quasi die vorderen zwei Beine, weil er mich so erschrecken konnte. Bestimmt hat er dabei ein fieses Grinsen auf dem gruseligen Gesicht.  Dass er nicht noch „ätsch“ ruft, ist ein Wunder. Meine Güte, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schnell mein Herz rasen und wie sehr meine Poren Schweiss absondern können. Das ist zu überleben, solange jemand zu Hause ist, der auf meinen Hilferuf reagiert. Dumm ist aber, wenn ich alleine bin. Da wirds dann nämlich richtig schwierig. Ich meine: Wie holt man den Staubsauger, ohne dieses Mistvieh aus den Augen zu lassen. Und glaubt mir, man darf sie nicht aus den Augen lassen. Kaum fühlen sich die Viecher nicht mehr beobachtet, sind sie auch schon verschwunden – mit acht Beinen geht das nämlich saumässig schnell. Ich habe es schon geschafft, eine Spinne eine geschlagene Stunde zu beobachten, weil ich mich nicht mehr zu bewegen traute und habe gewartet, bis ich die Haustüre hörte. Rettung naht! Mein Sohn hat sich damals ganz schön lustig gemacht über mich, obwohl ihm beim Anblick dieses Riesenspiders echt auch nicht mehr ganz wohl war. Die richtig grossen, schwarzen, haarigen Riesenteile schaffen es manchmal sogar, sich gegen das Einsaugen beim Staubsauger zu wehren und sich an der Wand festzuklammern. Die brauchen zuerst noch einen Schubs, und dazu fehlt mir selbst aus der Distanz des Staubsaugerrohrs der Mut.

Diese Phobie ist echt mühsam und macht mir vor allem jetzt im Herbst das Leben ganz schön schwer. Ich weiss, dass man keine Tiere töten sollte. Aber könnte man da vielleicht ein Auge zudrücken? Wenn man die Achtbeiner nämlich fängt und in den Garten trägt, nehmen sie den nächsten Anlauf, krabbeln erneut durchs Kellerfenster und sitzen kurzum wieder neben meinem Lichtschalter! Nein danke, hier wohne ich!

 

Ich stell mich heute tot…

Kennt ihr das Gefühl, morgens aufzuwachen und bitte an nichts denken zu wollen. Die Glieder sind schwer – schwerer als beim Zubettgehen, der Kopf brummt (ohne Alkohol, einfach so), irgendwie tut alles weh und die Energie ist….WEG! Über Nacht hat sich das Blut in Blei verwandelt und der Kopf schreit laut NEIN. Einfach so, dass man gerne die Decke über den Kopf ziehen und mit keinem Menschen sprechen möchte. Ich nenne einen solchen Tag einfach nur Scheisstag! Einer derjenigen, den man in der Agenda gerne durchstreichen möchte. Zugegeben, ich habe solche Tage zum Glück nicht sehr oft, aber wenn ich mal einen habe, dann richtig. Dann nervt mich einfach alles. Die Sonne, das Zwitschern der Vögel, der Duft von frischem Brot, die Moderatorin im TV, die kleinen Buchstaben in der Zeitung – einfach alles. Tja, und an solchen Tagen beschliesse ich in der Regel, mich totzustellen. Es gibt in der Natur so clevere Tiere, die sich bei nahender Gefahr einfach totstellen. So führen sie den Feind an der Nase herum und dieser lässt sie in Ruhe. Weiterlesen

Zu dritt im Bett

Keine Bange, ich erzähle euch hier null und nix aus meinem privatesten Leben. Ihr könnt die bösen Bilder im Kopf also gleich wieder ausschalten. Aber ich hatte heute ein kreischend lustiges Erlebnis, welches mir wieder einmal vor Augen führte, dass ich mich im Jahr 2014 befinde. Ich meine, ich war vor fast 30 Jahren hipp, wenn ich mir die Pille verschreiben liess. Dass die Medizin inzwischen schon mit Riesenschritten weiter marschiert ist, war und ist mir klar. Aber das lustigste habe ich in meiner bescheidenen kleinen Zukunftswelt heute erlebt. Weiterlesen

Ferien am Meer…

…der Traum fast aller, die ich kenne. „Endlich fahren wir ans Meer!“ „Wir waren am Meer im Urlaub, ich fühle mich wie neu geboren!“ „Ich gäbe alles darum, mal wieder am Meer zu sitzen.“ Sätze, die ich immer wieder höre – von beinahe jedem.

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Zugegeben, wenn ich die Ferienfotos vom Meer anschaue, sind diese sehr hübsch. Aber das wars dann auch schon. Ich scheine im Umkreis von zig-tausend Kilometern die einzige zu sein, die Ferien am Meer einfach nur Horror findet. Kein Mensch glaubt mir, wenn ich sage, dass ich jede Ferienreise ans Meer sofort gegen Ferienabstinenz und Arbeit eintauschen würde. Aber es ist wirklich so: Weder Mauritius, noch die Philippinen, die Malediven, Mallorca, Dubai oder die Algarve können daran etwas ändern. Und auch Australien konnte es nicht. Ich habs in meinem Leben immer wieder versucht und bin immer wieder zum gleichen Schluss gekommen: Es gibt nichts, was mich mehr langweilt!

Meinem Herzallerliebsten zuliebe habe ich mich vor 3 Jahren noch einmal zu einer Woche Meerferien überreden lassen (der arme Mann liebt das Meer und hat eine Meerhasserin zur Frau….). Nie wieder! Es war die gefühlt längste Woche meines Lebens. Weiterlesen

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