von süss bis ungeniessbar

Der ganz normale Ehewahnsinn

Dialog zwischen einem ganz normalen Ehepaar:
Sie: „Schatz, denkst Du daran, dass wir heute Abend ins Theater gehen!?
„Er: „Wir gehen ins Theater? Warum weiss ich nichts davon?
Sie: „Ich habe es Dir letzte Woche gesagt.“
Er: „Wann?“
Sie: „Am Frühstücksstisch, als ich den Bericht über das Theaterstück sah.“
Er: „Du weisst doch, dass ich nie speichere, was Du mir sagst, wenn ich die Zeitung lese.“
Sie: „Fakt ist, dass ich nun die beiden Tickets für heute Abend habe.“
Er: „Dann muss ich wohl mit.“
Sie: „Nein, Du musst nicht, aber es wäre schön!“
Er: „Sag ich doch, ist genau das gleiche.“
Sie: „Also, wenn es Dir so gegen den Strich geht, suche ich eine andere Begleitung.“
Er: „Ich habe nie gesagt, dass es mir gegen den Strich geht.“
Sie: „Du tust gerade so, als ob ich Dich zwingen würde.“
Er: „Ich hatte es halt einfach nicht auf dem Plan, drum bin ich gerade etwas überrumpelt.“
Sie: „Was kann ich denn dafür, wenn Du nie zuhörst?“
Er: „Ich habe Dir schon zig mal gesagt, dass Du mir keine Termine setzen sollst, wenn ich
am Lesen bin. Du weisst, dass ich dann nicht aufnahmefähig bin.“
Sie: „Dann bin ich jetzt also schuld daran, wenn Du nicht zuhörst?“
Er: „Niemand ist schuld, es lief nur einfach nicht optimal.“
Sie: „Dann rufe ich jetzt also Susanne an, und frage sie, ob sich mich begleiten würde.“
Er: „Ich habe langsam das Gefühl, dass Du mich gar nicht mitnehmen willst.“
Sie: „Du hast vorhin gesagt, dass Du dann wohl mitkommen MUSST.“
Er: „Echt, hab ich das? Kann mich gar nicht erinnern.“
Sie: „Man kann mit Dir einfach nicht normal reden.“
Er: „Wieso? Ich sage doch gar nichts.“
Sie: „Eben, und zuhören tust Du auch nicht.“
Er: „Weisst Du was, mich nervt dieses Theater!“
Sie: „Wusst ichs doch, Du willst gar nicht mit mir ins Theater.“
Er: „Nicht DIESES Theater, das Theater hier mit Dir!“
Sie: „Ach, nun mache ich wieder Theater, weil Du nicht zugehört hast.“
Er: „Ja, und das geht mir ziemlich auf den Senkel.“
Sie: „So, mir reichts, ich ruf jetzt Susanne an und werde mir einen schönen Abend
machen.“
Er: „Tu das, mir ist die Lust ohnehin schon lange vergangen.“
Sie: „Pha, als ob Du überhaupt je Lust gehabt hättest.“

Das ist der Moment, in dem sie den Raum verlässt um zu telefonieren und er sich zurücklehnt, sich genüsslich streckt und dabei denkt: „Nochmal Schwein gehabt, um ein Haar hätte ich den heutigen Abend im Theater verbracht, anstatt Fussball zu schauen.“

Eben der ganz normal Ehewahnsinn!

 

Engelchen und Teufelchen

Ich habe zwei kleine Begleiter in meinem Leben. Der eine sitzt auf der rechten Schulter

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und der andere auf der Linken.

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Die beiden sind auf Lebenszeit bei mir eingemietet – manchmal eher ruhig, manchmal extrem aktiv. Ich kann nicht sagen, welchen der beiden ich lieber mag. Irgendwie gehören sie beide zu mir und meinem Wesen. Es gibt aber Tage, da möchte ich gerne mit der Hand über die Schulter wischen und vor allem den kleinen roten Fiesling loswerden! Weiterlesen

Frauen und kurze Haare

Wie werden Frauen mit kurzen Haaren wahrgenommen?

Eigentlich habe ich mich bis vor kurzem nie mit dieser Frage auseinandergesetzt. Seit ich denken kann, habe ich kurze Haare. Mal richtig kurz, will heissen so 7 mm, mal nur kurz, so bis 3 cm. Viel länger war meine Haarpracht aber nie. Das passt zu mir und ich mag es! Über die Wirkung einer Kurzhaarfrisur habe ich mir nie so genau Gedanken gemacht. Ich weiss schon, dass eine Frau mit ganz kurzen Haaren nicht gleich weich wirkt, wie eine Langhaarige. Mehr aber nicht, dachte ich zumindest. Bis letzthin eine gute Bekannte zu mir sagte, dass sie meine kurzen weissgrauen Haare echt toll fände, und sie das auch haben möchte. „Na dann mal los!“ sagte ich zu ihr. Man muss dazu sagen, dass die gute schon sehr kurze Haare hat, einfach in rot. Ihr Projekt, diese nun noch mehr zu kürzen, um dem ersehnten Grau schneller nah zu kommen, hat in ihrem Umfeld aber folgende Reaktion ausgelöst: „Tu das bloss nicht, sonst siehst Du wieder so aggressiv aus!“ Weiterlesen

Wohin mit dem Abfall?

Was in einem Haushalt alles so anfällt an Abfall, glaubt kein Mensch. Jedes Ding ist in mindestens zwei Folien, eine Schachtel und möglicherweise noch in ein Täschchen verpackt. Je nach Anzahl Personen pro Haushalt fallen da täglich wahre Abfallberge an. Was mir aber letzthin jemand erzählt hat, war für mich Grund genug, eine Blogstory daraus zu  machen.

Besagte Person lebt zusammen mit ihrem Partner in einem Zweipersonenhaushalt. Die Beiden sind ein eingespieltes Team und liefern mir immer wieder tolle Müsterchen, um Geschichten daraus machen zu können.

Sie haben sich letzthin eine neue Kaffeemaschine angeschafft. Die Frau des Hauses hat kurz zuvor den Abfall zum Container getragen und einen neuen Abfallsack in den Eimer getan. Das gute Gefühl von entrümpelter Küche hat sich bei ihr eingestellt. Der Mann des Hauses nimmt nun aber die neue Kaffeemaschine in Betrieb, was mit Abfall verbunden ist. Logisch, schliesslich ist ja auch jedes Kabel separat verpackt und die ersten Testdurchläufe hinterlassen auch Spuren, welche entsorgt werden müssen. Sie verteidigt aber ihren neu geleerten Müllsack und hat eine neue Lösung. Sie schnappt sich eines der „knisternden“ kleinen Säckchen, welche niemals dicht und auch nicht wirklich tragfähig sind. Er bekommt die Order, den Abfall gefälligst da reinzupacken und den schönen neuen Müllsack im Eimer in Ruhe zu lassen. Alles wunderbar. Familienfrieden wieder intakt! Bis auf die Gretchenfrage: „Und wohin willst Du nun mit diesem doofen Minisack voll Abfall?“ Weiterlesen

Schlafen, Wasser und Salat

Habt ihr euch auch schon über die schöne Haut der TV-Stars gewundert? Oder gedacht, warum die nie einen fiesen Pickel mitten auf der Stirn haben? Also ich habe ja immer das Pech, dass meine Haut schön ist, solange ich nichts besonderes auf dem Plan habe. Steht aber ein Event an, an welchem ich besonders glänzen möchte, ist in der Regel das einzige, was glänzt, ein richtig fetter Pickel mitten im Gesicht. Oder aber eine neue tiefe Falte, die genau in der Nacht zuvor entstanden ist. Dieses Phänomen werde ich wohl nie verstehen und ich frage mich dann immer, wie es die Superstars wohl schaffen, ungefähr 300 Tage im Jahr auf ihren Redcarpet-Events gut auszusehen. Oder die Moderatorin der täglichen Show, die sich keine schlechten Tage erlauben kann…

Wenn diese Beautys in den Interviews gefragt werden, was sie denn für ihre Schönheit tun, kommt immer die gleiche Antwort: „Eigentlich nichts. Ich habe gute Gene, schlafe genug, trinke viel Wasser und esse regelmässig Salat.“ Weiterlesen

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