von süss bis ungeniessbar

Tatort Notaufnahme

Musste schon jemand von euch einmal in die Notaufnahme eines hiesigen Spitals. Womöglich am späten Abend oder einem Wochenende. Ich hoffe nicht! Seit nämlich die Hausärzte verständlicherweise keine Lust mehr haben, allzeit für ihre Patienten bereit zu stehen, sehen die Notaufnahmen in den Spitälern zeitweise wie überfüllte Züge zur Hauptpendlerzeit aus. Das haben wir nicht zuletzt dem neuen Krankenkassenmodell zu verdanken. Spardruck sei dank, auch wenn es auf Kosten der Gesundheit geht.

Als ich noch ein Kind war, hat bei einem Notfall die Mutter den Hausarzt des Vertrauens angerufen und der ist mit seinem schwarzen Koffer auf Hausbesuch gekommen. Heute haben die Hausärzte des Vertrauens oft ihre private Telefonnummer gar nicht mehr regisitriert und auf der Praxisnummer antwortet ausserhalb der regulären Dienstzeiten nur der Anrufbeantworter. Dumm nur, dass sich gewisse Unpässlichkeiten nicht an Dienstzeiten halten. Und dann kommt heutzutage die Notaufnahme im hiesigen Spital zum Einsatz. In unserem Fall sah das folgendermassen aus:

Der Sohn kam aus dem Ausland (später Abendflug) nach Hause. Dort hatte er – aufgrund eines unglücklichen Sturzes kurz vor Abflug – eine schmerzhafte Verletzung an der Hand erlitten. Diese war dick angeschwollen, blau und schmerzte sehr. Aufgrund der Schmerzen erschien uns eine gute Nacht unmöglich. Also entschieden wir uns, kurz in die Notaufnahme zum Röntgen zu fahren. Schliesslich sind wir überdurchschnittlich gut versichert und haben diesen Dienst vorher noch nie in Anspruch genommen. Weiterlesen

Bitte nicht drängeln

Ich finde Drängeln grundsätzlich mühsam, egal in welcher Lebenslage. Ganz besonders geht mir diese unangenehme Angewohnheit mancher Menschen aber auf der Autobahn auf den Senkel. Nicht nur, dass es extrem mühsam ist – es ist auch noch unglaublich gefährlich.

Jemandem am Hintern des Autos zu kleben, käme mir nicht im Traum in den Sinn. Zu gross ist mein Respekt vor einem Crash. Bei hohem Tempo schon gar nicht, denn der Bremsweg wird bekanntlich mit zunehmender Geschwindigkeit immer grösser. Was reitet also die notorischen Arschkleber, bei welchen ich auf der Autobahn das Gefühl habe, dass sie demnächst im Kofferraum meines Autos mitfahren möchten. Manche fahren so nahe auf, dass ich im Rückspiegel nicht einmal mehr das Nummernschild sehen kann. Weiterlesen

Das knuffige Wesen im Kinderwagen

Bestimmt hat jeder schon mal selber oder bei anderen erlebt, wie man beim Blick in einen Kinderwagen zum kompletten Idioten mutieren kann. Die Stimmlage hebt sich um gefühlte 10 Oktaven und mit den Gesichtszügen könnte man locker dem Clown Dimitri Konkurrenz machen. Verständlich, die Babys in ihren Kinderwagen sind auch süss anzusehen. Aber muss man sich deswegen gleich zum Affen machen? Da kommen gequietschte Sätze wie:

„Was bist denn Duuuuuuuu für ein süüüüüüsses Määäääädchen?!“
Das Baby denkt: Keine Ahnung, ich habe keinen Spiegel.
„Neiiiiiin, hast Duuuu aber kleine Fingerchen?!“
Das Baby denkt: Ich bin ja auch erst 10 Wochen alt!
„Dieses Näääääääschen ist ja zum Fressen!“
Das Baby denkt: Bloss nicht, die brauch ich nämlich noch.
„Na Duuuu, wie heissen wir denn?“
Das Baby denkt: Also ich höre andauernd Anna, aber wie Du heisst, weiss ich nicht.
„Ach du lieber Gott, wie kann man nur soooooo süüüüüüsss sein?“
Das Baby denkt: Frag meine Mama, die schmiert mich ständig mit so klebrigem Zeug ein.
Na, bekommen wir schon die ersten Zähnchen?“
Das Baby denkt: Ich nicht, aber Du scheinst jede Menge davon zu haben. Weiterlesen

Die lieben Nachbarn

Egal, ob ihr in einem eigenen Haus oder einer Wohnung wohnt; egal ob Eigentum oder Miete, ihr kennt sie bestimmt auch, die lieben Nachbarn. Eigentlich hat sie jeder – ausser vielleicht auf der abgelegensten Alp, wo weder Strom noch fliessend Wasser den Weg hin finden. Ansonsten ist es fast nicht anders möglich, als mit Nachbarn zu leben. Und: Man mag sie, oder man mag sie eben nicht.

Wenn ich zu Fuss unterwegs bin, versuche ich mir immer vorzustellen, wie die jeweiligen Hausbewohner in ihren angrenzenden Grundstücken sich wohl verstehen. Ob man das an der Höhe der Hecke oder des Zaunes ableiten kann? In unserem Fall würde das schon mal nicht stimmen, denn wir werden durch eine fast drei Meter hohe Grünhecke vom Grundstück unserer Nachbarn getrennt. Zerstritten? Fehlanzeige! Wir verstehen uns seit 17 Jahren super und sind sogar eng befreundet. Das kann also durchaus funktionieren. Die Hecke dient nur als Sichtschutz, ohne böse Gedanken! Weiterlesen

Problemzonen

Als beruflich bedingte Fashionfrau komme ich im täglichen Business mit den Problemzonen der Frauen in Berührung. Es gibt sogar Tage, an welchen mir die Kundinnen das Gefühl vermitteln, dass die Frauenwelt eigentlich nur aus Problemzonen besteht. Nun ja, zugegeben, es gibt tatsächlich Zonen bei Frauen, die ab einem gewissen Alter als nicht mehr allzu attraktiv bezeichnet werden könnten. Da hätten wir zum Beispiel den Rückenspeck

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oder den verhassten Bauchspeck

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oder die vergeblich bekämpfte Cellullite

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sowie die Lovehandles

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und die besonders hübsch erschlafften Oberarme

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die im Volksmund auch netterweise „Winkearme“ genannt werden. Ab einem gewissen Alter, egal ob schlank oder mollig, kann man jemandem winken und der schlaffe Oberarm winkt unmotiviert noch gefühlte 10 Minuten von alleine weiter. Weiterlesen

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