von süss bis ungeniessbar

Trotzphase

Was habe ich mich früher geärgert, wenn meine Kinder trotzig waren. Wobei ich sagen muss, dass ich diesbezüglich glimpflich weggekommen bin. Diese Phasen waren bei uns von kurzer Dauer und vermutlich auch weniger intensiv, als bei manch anderen. Tobsuchtsanfälle blieben zum Glück ganz aus. Und wer nun denkt, dass die Pubertät dafür umso extremer wurde, der hat leider recht (arme Eltern…). Aber zurück zur Trotzphase:

Ich war letzthin am Bahnhof im Kiosk, um mir eine Zeitschrift für die Zugfahrt zu besorgen. Da war auch eine junge Mutter mit ihren zwei Kleinkindern. Der Junge sass im Buggy und war vielleicht 2-jährig, das Mädchen war so um die 4 Jahre alt. Schon beim Eintreten in den Kioskbereich hörte ich, wie die junge Mutter erklärte, dass sie nur Getränke für die Zugfahrt bräuchten. Keine Süssigkeiten. Und das an einem Ort, wo alle Süssigkeiten auf Kinderaugenhöhe platziert sind. Na toll! Weiterlesen

Schmollen

Kennt ihr die unzähligen Facetten des Schmollens? Ich liebe sie, weil sie so wunderbar amüsant sind – wenn man mal gelernt hat, sie nicht allzu ernst zu nehmen. Und alle, die Kinder haben, mussten irgendwann lernen, das Schmollen nicht persönlich zu nehmen. Das gehört zur Überlebensstrategie der Eltern. Sonst wird es richtig schwierig. Ganz besonders lustig finde ich aber, dass Erwachsene mindestens genauso gut schmollen können, wie Kinder. Manchmal sogar noch besser. Und das wirkt auf mich dann so, als ob man einen Riesen in einen Strampelanzug steckt. Lachanfall im Anmarsch!!

Zuhause erlebe ich drei verschieden Schmollarten, bei welchen ich nicht sagen könnte, welche nun auf Platz eins ist. Sie sind alle auf ihre eigene Art besonders und eben auch besonders lustig. Weiterlesen

Habt ihr eure Liste….

…mit den guten Vorsätzen für das neue Jahr schon fertig? Es bleibt nicht mehr viel Zeit, der Countdown läuft! Meine ist so kurz wie noch nie. Es steht genau ein Satz drauf:

Ich nehme mir vor, mir nichts vorzunehmen!

Das wird einfach, oder? Bislang habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich die Vorsätze genau über die ersten Tage im neuen Jahr retten konnte, dann waren sie auch schon wieder aus dem Sinn. Was soll das also bringen, ausser einem vermeintlich guten Gefühl in der Silvesternacht? Selbstbetrug in Ehren, aber dafür bin ich nun doch zu alt.

Ich möchte mal wissen, wieviel Fitnessabos in den ersten beiden Januarwochen gelöst werden, die dann zu Hause in der Schublade vor sich hin gammeln. Oder wieviele Zigarettenschachteln um 5 Minuten nach Mitternacht im Abfall landen, um anderntags an der Tankstelle schnell wieder Neue zu kaufen, weil die Superidee von der Silvesternacht sich als ziemlicher Kraftakt herausstellt. Oder das Versprechen, keinen Alkohol mehr zu trinken, das viele einfach zu heimlichen Trinkern macht. Am besten sind die Diätvorsätze, welche die Umsätze der „Diätisten“ (ich habe das Wort soeben kreiert) in die Höhe schnellen lassen – und mit ihnen meistens auch kurzum die Pfunde auf der Waage wieder. Die Liste könnte endlos ergänzt werden:
– Kinder versprechen, weniger Fernzusehen
– Männer beteuern, öfters mal Blumen nach Hause zu bringen
– Frauen schwören, nicht ständig neue Möbel anzuschleppen
– Eltern versprechen, toleranter zu sein
– Im Gegenzug werden Kinder zum Versprechen genötigt, bessere Noten zu schreiben
Seitenweise könnte man nun dieses Spiel weiterführen. Und oft kommt das böse Erwachen schon am Neujahrsmorgen, wenn die Vorsätze im verkaterten Kopf irgendwo noch hängen und man sich fragt, wie man aus dieser Nummer am besten wieder rauskommt.

Deshalb habe ich mir vorgenommen, mir diesmal einfach nichts vorzunehmen. Und ich glaube, dass das genauso schwierig ist. Denn schon alleine das Ersetzen der alten Agenda durch eine Neue verleitet einen dazu, darüber nachzudenken, was man im neuen Jahr alles (besser) machen möchte. Das erzeugt Druck und irgendwann schliesslich Frust, wenn man es denn doch nicht schaffen sollte. Ich wünschte mir, dass ich einmal ein Jahr lang einfach Tag für Tag nehmen könnte – einfach so, wie es halt kommt. Ohne Plan, ohne Vorsatz, ohne Druck – einfach nur so. Aber das ist kein Vorsatz, sondern ein Wunsch. Und dafür bin ich nun leider zu spät, denn das Christkind war schon da. Hätte mir eine Woche früher einfallen müssen. Nun denn: Seien wir gespannt, was das neue Jahr so bringen mag!

 

Schutzengel

Ich bin kein religiöser Mensch und auch keine Kirchengängerin. Aber ich bin mir sicher, dass ich einen Schutzengel habe. Eigentlich bin ich mir sogar sicher, dass jeder Mensch einen Schutzengel hat. Wie ist es sonst zu erklären, dass manche Dinge einfach unerklärlich sind? Da kann nur der Schutzengel dahinter stecken. Ich habe von meinem lieben Beschützer ein ziemlich genaues Bild im Kopf:

Er ist weiss, hat einen dicken Bauch, riesige Flügel und ist nicht besonders gross. Er hat Pausbacken, einen herzförmigen Mund und verschmitzte, kleine Augen. Ach ja, er trägt goldene Holzschuhe. Die machen Lärm, wenn er landet. Haare hat er nicht mehr viele (ich weiss, die meisten Engel haben Locken…meiner geht nicht mit der Mode), dafür ist sein Glatzköpfchen umso schöner. Einen Namen hat er nicht, aber er ist unfassbar zuverlässig. Bis jetzt war er immer zur Stelle, wenn ich ihn brauchte. Und manchmal, wenn ich ihn für unwichtige Aufgaben einspanne, erledigt er sogar diese. Das kann schon mal vorkommen, wenn ich total im Stress bin. Wenn ich zu Hause schon weiss, dass es knapp wird und anschliessend im Auto vor mich hinbrummle: „Ein Parkplatz genau vor dem Gebäude wäre nun perfekt“, dann hört er das, denn genau dann ist DORT ein freier Parkplatz, wo sonst NIE einer ist. Danke, lieber Schutzengel. Weiterlesen

Wunschliste

Ich habe in diesem Jahr eine Wunschliste für Weihnachten. Rückblickend finde ich, dass es ein ziemlich holpriges Jahr war. Viele Hindernisse, viele Tiefschläge, viele schwierige Entscheidungen, und die Hoffnung auf ein besseres nächstes Jahr. Deswegen habe ich folgende Weihnachtswünsche, die ich dem Christkind gerne durchgeben möchte:

Eine grosse Schachtel Gesundheit

Ein Sack Zufriedenheit

Eine Dose Mut

Ein Koffer Glück

Eine Lastwagenladung Geduld

Eine Tasche Verständnis

Eine Schale Optimismus

Und liebes Christkind, wenn Du Dich schon auf den Weg zu mir machst, dann bring doch bitte von all den Dingen genug mit, damit ich noch ein bisschen weiterschenken kann. Ich wüsste da noch so Einige, die davon auch etwas gebrauchen könnten.

Ein grosses Danke und…

…fröhliche Weihnachten!

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026

Theme von Anders NorénHoch ↑