von süss bis ungeniessbar

Die digitale Versklavung / Gastbeitrag von Christian N.

Der folgende Beitrag stammt wieder aus der Feder meines Gastautoren Christian, der schon einmal hier für euch geschrieben hat. Viel Spass!

Wir sind alle Sklaven. Für viele von uns sind Handy und PC zu ständigen Begleitern geworden, die unsere Zeit wie ein Vampir in sich aufsaugen. Social Networking dient mehr und mehr dazu, Freunde zu „sammeln“, anstatt wirklich mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Weiterlesen

Der Schlaf im Wolfspelz

Ich freue mich jetzt zuerst einmal schnell kurz über mein Wortspiel – aus dem Schaf im Wolfspelz habe ich den Schlaf im Wolfspelz gemacht. Den gibt es nämlich auch. Zumindest bei mir. Und den kenne ich auch besonders gut, seit die Wechseljahre eingesetzt haben (kennt ihr Männer den Schlaf im Wolfspelz eigentlich auch?). Was das ist? Ganz einfach:

Ich gehe zufrieden ins Bett, im frischen Pyjama (aus leichtem Stoff) mit der wohligen Absicht, mich gemütlich einzukuscheln. Vorfreude! Kissen zurechtrücken, Decke hochziehen, Licht löschen und – Augen zukneifen. Ping! Augen sind wieder offen. Nochmal zukneifen. Ping! Wieder offen. Meine Güte, das kann doch nicht so schwer sein. Vielleicht auf der anderen Seite. Also umdrehen, Kissen neu richten, Decke glattstreichen und – Augen zukneifen. Ping! Wieder offen. Also die elektronische Einschlafhilfe: Fernseher einschalten. Wusstet ihr, dass nachts besonders viel Werbung läuft? Und zwar Sexwerbung ohne Ende – auf allen Sendern wollen überdimensionierte Busenwunder mit einem telefonieren unter 08……. weiss der Geier was. Irgendwann wird das selbst meinem verknoteten Gehirn zuviel und ich werde schläfrig. Also nochmal Kissen zurechtrücken, einkuscheln und schlafen. Schööööön! So ungefähr zwei Stunden. Dann ist nämlich nach gefühlt 100 mal Drehen und Wenden der erste Pyjamawechsel angesagt, weil ich klatschnass aufwache und friere. Ich glaube kaum, dass man bei einem Marathon mehr schwitzt – hässlich. Alles klebt. Nach dem Wechsel ist Bettdecke umdrehen und ausschütteln angesagt, Zimmer lüften, zur Toilette tapsen, gähnen und die ganze Übung von vorne. Zwei Stunden und ungefähr 361 Drehungen später geht die Übung von vorne los. Habe ich schon erwähnt, dass ich die Pyjamas inzwischen neben dem Bett gestapelt habe? Ich glaube, dass es rund 30 Stück sind. Die ständige Wascherei nervt nämlich. So reicht die Wochenendwascherei – trotz dem Gewechsle. Man wechselt in den Wechseljahren nämlich die Pyjamas am Laufmeter. Ich bin ja überzeugt, dass es deswegen auch Wechseljahre heisst.

In schlimmen Nächten habe ich morgens jeweils das Gefühl, nur vom Schlafen geträumt zu haben. Eben der Schlaf im Wolfspelz. Man stellt sich ihn so schön vor, und auf einmal entpuppt er sich als hinterlistiger Miesepeter. Und wenn dieses Gewechsle wirklich Jahre dauert, dann werde ich zu den Eskimos in ein Iglou ziehen, bis es vorbei ist.

Süssigkeitenmagnetismus

Der Süssigkeitenmagnetismus ist kein physikalisches Phänomen aus der Schule, sondern ein ernsthaftes Leiden, an welchem offenbar Frauen in den Wechseljahren leiden – also eigentlich einfach ICH!!!

Dieses Leiden hat seit Monaten die Oberhand ergriffen; sich wehren – keine Chance! Solange ich beschäftigt bin, hält sich das Leiden in Grenzen. Wehe, wenn es Abend wird, ich am Laptop sitze (so wie jetzt) und schreibe. Oder wenn ich vor dem Fernseher sitze. Dann wird der Magnetismus richtig aktiv. Das wirkt sich so aus, dass der Tiefkühler zu flüstern anfängt. Und weil der Kühlschrank Antwort gibt, wecken die beiden auch die Schränke mit den Süssigkeiten auf. Und dann fangen die ganzen Knabberein, Süssigkeiten, Eiscrèmes und Schokoladendinger zu rufen an. Erst nur leise, dann immer lauter. „Komm! Komm her! Iss uns! Nur heute, ausnahmsweise! Komm.“ Ich meine, das kann man nicht einfach ignorieren. Da muss man einfach aufstehen und nachschauen. Vorerst nur mal schauen, logisch. Beim zweiten Gang dann darüber nachdenken, ob man nur für einmal nachgeben darf. Und beim dritten Gang alle Vorsätze über Bord werfen und reinhauen. Mampf! Weiterlesen

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!

Wie oft im Alltag und in unserem Leben sagen wir bei diversen Gelegenheiten: „Nein, geht nicht, das lässt sich nicht mehr ändern.“ Entweder geht es um Termine, die sich scheinbar nicht mehr verschieben lassen, um Pläne, die sich unmöglich ändern lassen oder um Abmachungen, die keineswegs geändert werden könnten. Zumindest meint man immer, dass das so sei. Auf Gedeih und Verderben in Stein gemeisselt und niemals anzutasten. „Ich kann unmöglich kommen, habe Termine“, oder „Das ist mir zu kurzfristig, darauf bin ich gerade nicht vorbereitet“, oder „Wenn ich das früher gewusst hätte, dann hätte ich es noch organisieren können.“ Alles so einfach Alltagssätze. Aber: Stimmen diese auch wirklich? Ist es wirklich so, dass wir unsere Tages-, Wochen-, Monats- oder Lebenspläne so gar nicht umschmeissen, spontan ändern oder einfach mal total umkrempeln können? Weiterlesen

Wunschkinder

Ja, unsere Kinder waren Wunschkinder. Aber ich schreibe hier von einer Sendung auf RTL 2, welche diesen Titel trägt. Wunschkinder.

Wöchentlich offenbaren Paare ihre ganzen natürlichen und medizinischen Versuche, um Nachwuchs zu bekommen. Es handelt sich dabei um Paare, welche Probleme haben auf dem Weg zum erhofften Nachwuchs, warum auch immer. Verwachsungen am Eileiter, zu langsame Spermien, kein Eisprung oder unzählige andere Sachen, von denen ich nicht einmal wusste, dass es sie gibt. Und da wird interviewt, dokumentiert, gefilmt und ultrageschallt, was das Zeug hält. Selbst über die Gemütszustände der Partner wird solange gesprochen, bis Tränen garantiert sind – logisch, wir sprechen von RTL 2 – der Sender, welcher für Asi-Serien bekannt ist. Weiterlesen

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