Überall und immer wieder beschweren sich die Kirchen, dass die Besucherzahlen rückläufig sind und die Pfarrer/innen nicht selten vor leeren Kirchenbänken predigen müssen. Nun, dass das sicher nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass unter dem Deckmantel der Kirche viel Negatives gelaufen ist, weiss wohl jeder. Immer mehr Menschen sind nicht mehr bereit, Kirchensteuern zu bezahlen, um dann aus den Medien erfahren zu müssen, was wieder in welcher Pfarrei oder welchem Kloster an Sauereien abgelaufen sind. Die Menschen sind kritischer geworden und halten (zum Glück) nicht mehr einfach blind an Traditionen fest, bloss weil man es halt immer so gemacht hat. Weiterlesen
Der Berufsalltag im Verkauf – genauer gesagt in der Verkaufsberatung – gestaltet sich zunehmend schwieriger. Das mag daran liegen, dass der Mensch unzufrieden ist. Das kann aber auch an der Übersättigung, dem Luxus und der Selbstverständlichkeit des funktionierenden Alltags liegen. Wenn man nämlich keine Probleme hat, sucht man sich halt welche. Und wenn es nur die Tatsache ist, dass man gerne seine Mitmenschen zur Weissglut treibt. Genauso wie der Friseur die Alltagsprobleme seiner Kunden abhören muss – ob er will, oder nicht – genauso bekommen die Beraterinnen an der Verkaufsfront nicht selten die Launen und Lügen des Alltags mit. Okay, man könnte die Lügen auch netterweise Ausreden nennen. Nur sind diese manchmal derart dämlich, dass sie schon eher als Lügen durchgehen. Weiterlesen
„Ey Mann.“
„Meinst Du mich?“
„Ja, klar, oder siehst Du sonst noch jemanden?“
„Ich bin aber kein Mann.“
„Und?“
„Wieso dann ey Mann?“
„Das heisst Hallo!“
„Und warum sagst Du dann nicht einfach Hallo?“
„Weil das schwul ist!“
„Hallo ist schwul?“
„Jap!“
„Wie kann das schwul sein?“
„Nur so, halt….! Voll schwul sogar!“
„Und warum sprichst Du so mit mir?“
„Warum nicht?“
„Weil wir uns nicht kennen!?“
„Egal! Anders ist voll schwul!“
„Aha – also auch schwul….“
„Jap.“
„In Deinem Leben ist wohl einfach alles schwul, wie!?“
„Ey, Mann, willst Du Probleme?“
„Nein, warum?“
„Ich bin nicht schwul!“
„Hab ich auch nicht behauptet!“
„Doch, Du hast gerade gesagt, mein Leben ist voll schwul!“
„Hab ich nicht!“
„Pass bloss auf, was Du sagst!“
„Aha, und sonst?“
„Ich habe keine Angst vor Dir.“
„Brauchst Du auch nicht!“
„Dann produzier mich nicht!“
„Tue ich doch gar nicht, zudem heisst es provozieren, nicht produzieren.“
„Siehst Du, Mann, das meine ich!“
„Was denn?“
„Du produzierst mich extra!“
„Nein, tue ich nicht!“
„Hast Du eine Zigarette – muss mich abregen!“
„Ich rauche nicht!“
„Aber ich!“
„Tja, das ist dann wohl Dein Problem!“
„Mann, jetzt reg mich nicht schon wieder auf!“
„Hab ich das?“
„Ja, Mann! Was kann ich denn dafür, wenn ich kein Geld für Zigaretten habe?“
„Und was kann ich dafür?“
„Sei still – ich muss mich abregen.“
„Gerne.“
Laute Stille!
„Du hast echt Glück, dass ich gute Laune habe.“
„Hab ich das?“
„Ja, normal haue ich Leuten wie Du auf die Schnauze.“
„Hä? Was hab ich denn getan?“
„Du hast gesagt ich bin schwul und ich soll nicht rauchen.“
„Hab ich nicht!“
„Du hast sowas von Glück, Mann, ich sag Dir!“
Das war der Tag, an welchem ich mit Fragezeichen im Gesicht an der Bushaltestelle zurückblieb und den Bus verpasste … ganz schön schwul, oder?
Ich weiss vom Hörensagen, dass es Menschen geben soll, die Mühe haben, mit ihren Mitmenschen in Kontakt zu treten. Nicht im Netz – da ist es ja relativ einfach. Nein, im echten Leben. Quasi von Angesicht zu Angesicht, live und in Farbe. Da ich mir das nur schwer vorstellen kann, kenne ich auch dieses Gefühl der Unsicherheit nicht. Im Gegenteil – ich gehöre bekanntlich eher zu jener Spezies, welche immer und überall sofort Kontakt hat. Und dafür bin ich unendlich dankbar. Weiterlesen
Ich bin verliebt in meine kleine Hündin Ellie. Sie ist 3-jährig, aus dem Tierheim und das Schlitzohr schlechthin. Sie hat zwar etliche Macken, aber die habe ich auch. Und sie hat eine eigene Sprache, die ich so langsam kapiere.
Ellie’s Killerblick – wie sie ihn auf dem Bild praktiziert – ist für unendlich viele Situationen geeignet. Eigentlich immer dann, wenn Ellie Mist gebaut hat. Dann holt sie GENAU diesen Blick hervor … ich war es nicht … oder … niemals könnte ich auch nur ein Wässerchen trüben! Weiterlesen
