von süss bis ungeniessbar

Unfairer Wettbewerb

Ich gehöre mit meinem Geschäft im textilen Detailhandel für Damen zu den kleinen Spielern in der Schweiz. Mit 150 m2 und 6 Angestellten gehören wir definitiv nicht zu den „Grossen“. Der hart umkämpfte Markt nach dem Eurocrash und dem Trend zum Onlineshopping macht uns kleinen Unternehmen das Leben unglaublich schwer. So habe ich mir lange überlegt, ob ich mit meinem Geschäft nun doch auch in den Onlinehandel einsteigen soll. Irgendwie gehört das wohl heute einfach dazu. Ich sage nicht, dass ich das toll finde, aber es ist der Lauf der Zeit. Weiterlesen

Das gibt ein Blutbad…

Schrecklicher Titel? Schreckliche Tatsache! Ich war gestern mit meinem Tochterkind beim Professor meines Vertrauens. Der hochdotierte und grossväterliche Mann hat mir schliesslich im Herbst meinen Kehlkopf von einer riesigen Zyste befreit. Also habe ich nun auch das Tochterkind dorthin gebracht, weil es auch mit gesundheitlichen Problemen in diesem Bereich kämpft. Weiterlesen

Was juckt mich denn da?

Ich war heute in der Apotheke, um Hustensaft zu holen. Gleich hinter mir hat eine Frau mit ihrer kleinen Tochter das Geschäft betreten und der Verkäuferin etwas zugeflüstert. Offenbar hat diese sie aber nicht richtig verstanden und meinte ziemlich laut und deutlich:

„Sie glauben, dass ihre Tochter Läuse hat – oder sind sie sich sicher?“

Ich gestehe, dass ich genau in diesem Moment einen riesigen Schritt rückwärts gemacht habe. Läuse? Nein danke!

Die Mutter: „Ich weiss es. Die Lehrerin hat uns informiert, dass offenbar mehrere Kinder der Klasse betroffen sind. Nun brauche ich ein Mittel dagegen.“

Und schon wieder ist mein Abstand etwas grösser geworden. Inzwischen war er so gross, dass die Apothekerin mir mit dem Hustensaft fast hinterherrennen musste.

Die Verkäuferin zur Mutter: „Ich habe Ihnen ein Shampoo, ein Mittel für die Nacht, eine Haube und einen speziellen Kamm, um die Nissen (Läuseeier) zu entfernen.“ Weiterlesen

Und was ist das?

Meine kleine Hündin Ellie ist hier bei uns ein bisschen everbodys Darling. Also nicht nur in der Familie, sondern auch auf Waldspaziergängen. Dadurch, dass ich sie auf Facebook und auf meinem Blog immer wieder  zum Thema mache, kennt fast jede/r Ellie. Aber es gibt hin und wieder auch skurrile Begegnungen. Die laufen in etwa so ab:

Auf dem Waldweg rennen vier Hunde aufeinander zu und begrüssen sich. Es wird gerannt, gebellt, gespielt und vor Begeisterung die Rolle gemacht. Die Hundehalter stehen zusammen und sprechen über ihre Hunde. Weiterlesen

Über Mode lässt sich streiten

Die Trends der Frühlingsmode hängen bereits in den Läden und in den Magazinen werden schon die nächsten Wintertrends fürs 2017 gezeigt. Unglaublich, oder!? Das Textilbusiness hat noch immer nicht begriffen, dass sich das Klima nicht uns, sondern wir uns dem Klima anpassen sollten. Es wäre daher schon lange angebracht, die neuen Kollektionen drei Monate nach hinten zu schieben. Der Kunde ist nämlich nicht selten total überfordert, wenn er im Dezember schon die Frühjahrsmode einkaufen soll. Und noch viel weniger hat der Kunde Lust, im Juli die Winterkleider zu besorgen. Aber das ist ein anderes Thema.

Derzeit sieht man überall einen Trend, den ich persönlich extrem schwierig finde. Das Teil, bei welchem sich die Geister scheiden, nennt sich Culotte.

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Die Culotte war ursprünglich die Männerkniebundhose des späten 17. & 18. Jahrhunderts. Jetzt hat der Modezirkus das Ding wieder ausgegraben und die Hose zum It-Teil der Frau erkoren. Als ich diese Hose zum ersten Mal in einem Showroom gesehen habe, dachte ich ja, es wäre ein Witz. Mir kam unweigerlich das Bild des Zirkusclowns in den Sinn. Aber eben: Es gibt Trends, die man zumindest in der abgeschwächten Version einfach in einem Geschäft mitmachen muss, um dabei zu sein. Also haben wir auch für unser Geschäft solche Hosen besorgt. Inzwischen ist mir aber klar, dass die Hose – so wie auf dem obigen Bild – nur an Frauen gut aussieht, die mindestens 1.80 m gross sind und Beine haben, die bis zum Himmel ragen. Dazu sollte man vermutlich besser auch nicht mehr als 60 Kilo wiegen, sonst sieht es – mit Verlaub – bescheiden aus. Ich habe diese Culotte also selber anprobiert und stand vor dem Spiegel mit dem Gedanken, mich von einer Brücke zu stürzen, bevor ich so durch die Strassen laufen würde. Ich sah aus wie ein Nilpferd, welches man überfüttert und abgesägt hat. Irgendwie stimmte absolut gar nichts an den Proportionen und die Hose machte noch mehr aus meinen Kurven, als mir lieb ist. Und meine Beine sahen aus wie viel zu kurze Stummel.

Auch wenn ich selber die Trends immer mitgemacht habe – diesen werde ich auslassen.

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