von süss bis ungeniessbar

Schreiben von A – Z: F = Familienwahnsinn

Heute braucht es für jede Art von Aktivität ausserhalb der Freizeit ein Diplom. Nicht für die grösste Herausforderung des Lebens: das Projekt Familie. Und dabei ist dies ein Kraftakt, wie kaum ein anderer. Will man das Familienmanagement richtig machen, ist dies eine Arbeit, die mit keiner anderen zu vergleichen ist. Denn die Pampers-Werbung, die suggeriert, dass alle mit Pampers gewickelten Babys immer grinsen, ist eine ganz schöne Verarschung. Wir haben es jahrelang getestet und es hat nicht funktioniert! Weiterlesen

Schreiben von A – Z: E = Ehrlich

Ehrlich währt am längsten! Dieses Sprichwort ist wohl so alt wie die Menschheit – und verliert nie seine Gültigkeit. Mit winzig kleinen Ausnahmen. Ich bin grundsätzlich eine ehrliche Haut. Mir sieht man das Lügen an – meine Mutter hat mich auf jeden Fall immer gleich erwischt, wenn ich es als Kind versucht habe. Weiterlesen

Schreiben von A – Z: A = Antibakteriell

Heute geht meine alphabetische Schreibchallenge los. Bekanntlich steht am Anfang des Alphabets der Buchstabe A und irgendwie ist es doch mal wieder typisch, dass mir zu diesem Buchstaben als erstes das Wort antibakteriell einfällt. Alle, die mich kennen, werden nun denken „super, sie mal wieder“. Die Anderen werden sich fragen, wie einem als erstes dieses Wort einfallen kann. Ganz einfach:

In unserem Haushalt stehen gefühlte 20 Desinfektionssprays, die ich natürlich immer irgendwo im Einsatz habe. Und in jeder Handtasche habe ich ein kleines Fläschchen mit Desinfektionsgel drin. Dieser Tick hat sich eigentlich eingeschlichen, als meine Kinder noch klein waren. Ich weiss noch, dass ich damals phasenweise das Gefühl hatte, die Welt bestünde nur aus Viren und Bakterien. Beinahe wöchentlich schleppten sie vom Kindergarten und der Schule irgendwelche netten Käfer mit nach Hause, steckten sich gegenseitig an und nach intensiver Pflege legte es mich dann regelmässig zum Schluss auch noch ins Bett. Am allermeisten hasste ich die Magendarmgrippe. Ich meine – wer rennt schon gerne nächtelang von einem zum anderen Bett mit frischen Bezügen, mit Becken, Tee, Wasser und mit Desinfektionsspray? Mir war meistens schlecht von der ganzen Sprayerei, aber ohne ging gar nicht. Ich bildete mir immer ein, die Viren würden sich geradewegs in meinen Körper reinbeamen, wenn ich sie nicht vorher tötete. Weiterlesen

Schreiben von A – Z / Meine eigene Challenge

So, ich brauche eine neue Herausforderung. Und wenn diese mir nicht im Weg steht, dann stelle ich sie mir einfach selber mitten vor die Füsse. Völlig klar, oder? Meine Challenge heisst:

Ihr werdet in den nächsten Tagen jeden Tag einen Artikel lesen, dessen Thema mit dem jeweiligen Buchstaben des Alphabets beginnt. Wortwörtlich heisst das: Ich schreibe für euch von A – Z. Schön der Reihe nach. Das heisst, dass meine Challenge 26 Tage dauern wird und ich bin selber gespannt, ob ich jeden Tag eine Geschichte sehen, hören, auslesen, erkennen oder erleben werde, die in die Reihenfolge des Alphabets passt. Weiterlesen

Reblog der besten 5 Beiträge laut WordPress-Statistik: *Nr. 1*

Am 7. August hatte ich diesen Beitrag aufgeschaltet und damit laut Statistik von WordPress einen der Top 5 geschrieben. Darum hier noch einmal zum Nachlesen:

Kinderparking

Ich dachte ja bislang, dass man nur Fahrzeuge parkiert. Seit kurzem weiss ich aber, dass man auch Kinder parkieren kann. Offenbar! Ich bin einer Frau begegnet, welche zwei kleine Kinder hat. Meine erste Frage war natürlich: „Wo hast Du Deinen Nachwuchs?“ Die erleichterte Antwort: „Die habe ich bei den Grosseltern parkiert – ich brauche grad etwas Luft.“

Seither überlege ich mir, was ich von dieser Aussage halten soll. Und ich bin immer sicherer, dass ich sie überhaupt nicht gut finde. Also erstens stört mich die Aussage in sich, den Kinder kann man nicht einfach parkieren – oder zumindest kenne ich keine, mit welchen man das machen könnte. Und zweitens kann es doch nicht die Aufgabe von Grosseltern sein, als Parkplätze herhalten zu müssen. Oder verstehe ich da etwas falsch? Also ich weiss, dass ich es immer ziemlich besonders fand, wenn ich mit der Grossmutter spielen durfte. Vielleicht gerade deshalb, weil man mich dort nicht einfach ständig parkiert hat. Und ich bin der Meinung, dass Grosseltern auch etwas ganz Besonderes sein sollten. Sie sollten weder erziehen, noch schimpfen, noch gestresst sein müssen. Denn all diese Aufgaben erachte ich als solche, welche zu den Eltern gehören. Grosseltern sollten nie müssen, sondern nur dürfen. Klar, haben sie die Verantwortung, wenn sie die Grosskinder beaufsichtigen. Und diese müssen sie bestimmt ernst nehmen. Aber dann war es das auch schon mit dem „müssen“.

Also unsere Kinder waren immer ganz aufgeregt, wenn sie zu den Grosseltern gehen durften. Das war immer etwas wunderbares, weil sie dort fast alles durften und grenzenlos verwöhnt wurden. Und die Grosseltern waren in dieser Zeit immer NUR für sie da. Keine anderen Beschäftigungen noch nebenher. Da wurde gebacken, gebastelt, gespielt, gebaut, im Sandkasten gebuddelt oder junge Ziegen im Park gefüttert. Und beim Zubettgehen durfte man ruhig die Geschichte zweimal einfordern und danach noch dreimal wegen Durst und Hunger nach der Grossmutter rufen. So soll das sein.

Die Erziehungsaufgaben und alles, was man eben auch sonst so machen muss, gehört in den Bereich der Eltern. Mir wäre nicht im Traum eingefallen, meine Kinder irgendwo bei irgendwem (auch nicht bei den Grosseltern) parkieren zu wollen. Dafür habe ich doch keine Kinder bekommen. Und ich gestehe, dass ich – sollte ich einmal Grossmutter werden – eine Total-Rundum-Spiel-Verwöhn-Grossmutter werde. Denn ich liesse es niemals zu, dass man die Kinder einfach nur bei mir parkiert, um selber mehr Freizeit zu haben. Dafür braucht man keine Kinder. Ich hoffe, dass ich irgendwann die Möglichkeit haben werde, eine Grossmutter sein zu können, die alles darf, aber nichts muss. So muss das nämlich in meinen Augen sein!

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