von süss bis ungeniessbar

Globuli versus Schulmedizin / mein 200. Beitrag!!!

Ich hatte das Vergnügen, an einer Party zwischen einem Schulmediziner (Kardiologe) und einer Verfechterin der Homöopathie zu sitzen. Das ist ein hervorragender Platz, solange nicht das Thema Krankheiten und deren Behandlung auf den Tisch kommt. Und vor allem, solange beide Parteien tolerant sind. Sobald aber das Missionieren und Belehren anfängt, wird es in der Sandwichposition ganz schön ungemütlich.

Die Globuli-Frau ist der festen Überzeugung, dass nahezu alles mit diesen Wunderkügelchen zu behandeln ist. Der Schulmediziner steht drüber und gibt höchstens ein breites Grinsen, gefolgt von: „Also, mit Sicherheit schadet es nicht…“, von sich. Mit diesem Satz holt er aber die Globuli-Frau bereits aus dem Busch. „Soll das heissen, dass Homöopathie nichts nützt?“ Der Arzt: „Nein, das habe ich nie gesagt – ich sage nur, dass es bestimmt nicht schadet.“ Sein schelmisches Grinsen sagt aber in Wahrheit eigentlich: „Glaub daran und geniess das Zuckerwasser in Kügelchenform.“

Ich muss gestehen, dass ich mich bei solchen Diskussionen  köstlich amüsiere. Und ich beobachte immer wieder, dass die Verfechter der Homöopathie in der Regel viel aggressiver reagieren, wenn man ihre Philosophie in Frage stellt, als dies die Schulmediziner tun. Ich bin selber eine Verfechterin der Devise: Alles was nützt, ist ok. Worum es sich dabei handelt, ist völlig egal. Kräuter, Kügelchen, Tabletten, Crèmes, Sirup, Antibiotika – total egal, Hauptsache, der Patient ist danach geheilt und fühlt sich besser. Selbst wenn es Bunte Smarties sind … wenn der Glaube daran Berge versetzt, ist es doch auch gut. Der Placeboeffekt hat nicht selten die grösste Wirkung überhaupt. Weiss ein Patient nicht, dass er ein „leeres“ Medikament zu sich nimmt, besteht durchaus die Möglichkeit, dass trotzdem eine Wirkung eintritt. Sein Gehirn stellt sich nämlich nach der Einnahme auf die Besserung ein und nicht selten tritt diese tatsächlich kurz darauf ein. Die Kraft der Selbstheilung scheint also stärker zu sein, als man oft annimmt. Diejenigen, die allerdings Krebs, Aids oder andere tödliche Krankheiten auf Gedeih und Verderben mit Globuli bekämpfen wollen – die lösen bei mir nur Kopfschütteln aus. Eine gesunde Verbindung aus Alternativ- und Schulmedizin ist in meinen Augen die Lösung. Und bei der Alternativmedizin gibt es auch noch unendlich viele Verzweigungen. Manche machen mehr Sinn, andere weniger. Pflanzenheilkunde, welche die Indianerstämme schon praktizierten und die in der heutigen Zeit verfeinert eingesetzt wird, kann irgendwie nicht komplett daneben sein. Schliesslich gab es früher nur Pflanzen, welche als Heilmittel eingesetzt wurden. Die Herstellung chemischer Medikamente ist noch gar nicht so lange üblich. Viel länger hat die Menschheit sich mit den Ressourcen der Natur geholfen. Etwas anderes war ganz einfach nicht da.

Aber spannend sind Diskussionen zwischen der Globuli-Brigade und den Schulmedizinern allemal – vor allem, wenn man dazwischen sitzt!

Plumpe Anmache

Es ist schon ein paar Jährchen her, seit ich das letzte mal von einem fremden Mann angemacht wurde. Vielleicht sogar Jahrzehntchen. Aber ich weiss, dass es lustige, patzige, tollpatschige oder süsse Anmachen waren. So nach dem Motto:
„Du hast mega schöne Augen.“
„Dein Tanzstil ist der Hammer.“
„Mir gefällt, wenn Du lachst.“
„Würdest Du mit mir etwas trinken gehen.“
Ich habe auch nie erlebt, dass ein NEIN nicht akzeptiert worden wäre. Das war zum Glück nie ein Thema. Nun habe ich aber kürzlich von unserer Jungmannschaft folgende Geschichte gehört, und ich dachte, ich sässe im falschen Film. Da gehen Sohn und Freundin also gemeinsam in eine Bar. Setzen sich an den Tresen und bestellen ein Getränk, als sich ein Fremder neben die Freundin des Sohnemannes setzt.
Der Fremde zur Freundin unseres Sohnes: „Hey, Du gefällst mir. Wollen wir nicht zusammen zu mir gehen?“
Sie: „Nein, kein Interesse. Ich bin mit meinem Freund hier.“ Dabei verweist sie auf unseren Sohn, der neben ihr sitzt.
Der Fremde: „Ach, macht ja nichts. Ich hätte auch nichts gegen einen Dreier.“
Ihr platzt ob dieser Dreistigkeit beinahe der Kragen und der Sohnemann – die Ruhe selbst – lacht sich beinahe kaputt.
Der Fremde: „Du kannst mir ja auch sagen, wenn Du mich hässlich findest und ich mich verpissen soll.“
Sie: „Ich finde Dich hässlich und nun verpiss Dich!“
Der Fremde räumt das Feld, der Sohnemann lacht sich kaputt und sie ärgert sich grün und blau ob soviel Frechheit.

Und ich? Ich denke, dass ich froh bin, dass die Anmachen zu meiner Zeit noch netter abliefen. In der heutigen Zeit müsste man mich mit Medikamenten ruhig stellen, damit ich solche Typen nicht erwürgen würde.

Helden haben Herzinfarkte

Komischer Titel? Komische Logik? Absolut korrekt! Aber wenn man über den Inhalt des Satzes nachdenkt, irgendwie leider wahr: „Helden haben Herzinfarkte.“

Ich habe mich – als Kind der 60-er Jahre – in der letzten Zeit schon das eine oder andere mal mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Unsere Jahrgänge gehören vom Alter her zur Risikogruppe, die von Krankheiten heimgesucht werden, welche man mit 20 Jahren noch weit von sich schiebt. Auf einmal trifft es den Kollegen, den Nachbarn, vielleicht den eigenen Mann oder auch den Vater. Das Ereignis eines Herzinfarktes an sich ist ja schon tragisch genug. Diejenigen, die es überleben, werden aber oft – und das ist das Schockierende – als Helden gefeiert. Nicht, weil sie es überlebt haben. Nein! Weil sie so hart und fleissig gearbeitet haben, dass sie einen oder gar mehrere Herzinfarkte bekommen haben. Was für echte Kerle das dann in der Gesellschaft sind….! Für mich vollkommen unverständlich! Weiterlesen

Beratungswahnsinn

Ein ganz normaler Tag im Geschäft. Kurz vor Feierabend – kurz vor Sonnenuntergang. Eine Kundin betritt den Laden.

Ich gehe hin und frage: „Darf ich Ihnen etwas zeigen, oder möchten Sie sich umschauen?“
Kundin: „Ich brauche eine blaue Hose.“
Ich: „Eine Jeans oder eine klassische Hose.“
Kundin: „Egal, Hauptsache blau.“
Ich: „Darf das Blau verwaschen sein, oder muss sie gleichmässig blau sein?“
Kundin: „Also wenn, dann verwasche ich sie selber. Ich will sie sicher nicht schon verwaschen kaufen.“
Ich: „Ich zeige Ihnen, was ich an blauen Hosen hier habe.“ Weiterlesen

Wann ist ein Mann ein Mann?

Hattet ihr auch schon einmal eine Blase am Fuss? Ich schon, und drum weiss ich, dass das ziemlich weh tut. Aber letzthin habe ich Blasen gesehen, an denen noch ein bisschen Fuss hing: Will heissen, dass besagte Füsse eigentlich nur noch aus Blasen bestanden. Und wir reden hier von Blasen, die so gross wie Mandarinen waren. So was habe ich echt noch nie vorher gesehen. Weiterlesen

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