von süss bis ungeniessbar

Weniger ist mehr

Gute Werbung ist eine Kunst. Leider verstehen diese Kunst nur die wenigsten, was in den Zeitungen, auf Plakaten, Flyern und Homepages zu irren Auswüchsen führt. Was ich manchmal an Werbematerial im Briefkasten habe, stellt mir die Nackenhaare zu Berge. Überall, wo ich meine Adresse für die Kundenkartei einmal angegeben habe, werde ich anschliessend mit mehr oder weniger attraktiven Werbebriefen bombardiert. Ich betreibe damit inzwischen meine Studien, um es besser zu machen. Weiterlesen

Angenehme Nachtruhe

Also selbst in der schönsten Privatklinik ist eine Nacht nichts Erholsames. Ein Krankenhausbett ist und bleibt ein Krankenhausbett. Viel zu klein und ziemlich unbequem. Wenn es dunkel wird und auf den Gängen Ruhe eingekehrt, kann man auch mit der stärksten Vorstellungskraft kein Wellnesshotel herzaubern – es ist und bleibt ein Krankenhaus. Weiterlesen

Angenommen…

…du siehst einen Professor mit deinem Taschenbuch am Operationstisch stehen…

…du schläfst ein, und träumst wirres Zeug…

…du verlierst jegliches Zeitgefühl…

…du bist dir sicher, eben noch gesprochen zu haben…

…du wirst an der Wange getätschelt…

…jemand ruft dir zu, es sei vorbei…

…du willst aufstehen, aber es geht irgendwie nicht…

…du hörst scheppernde Geräusche und kannst sie nicht einordnen…

…du versuchst die Augen zu öffnen, aber die wollen nicht so recht…

…du wirst gefragt, ob du Schmerzen habest…

…du denkst leicht verzögert…

…du weisst auf einmal, dass da doch irgendwas war…

…du schaffst es, die Augen zu öffnen und schaust in ein unbekanntes Gesicht…

…du spürst ein Blutdruckmessgerät am Oberarm pumpen…

…du schaust dich um und realisierst:

Alle Anzeichen sprechen dafür, dass Du eine Operation soeben überlebt hast. Uff!

Die weissen Kittel sind also keine Engel und die Stimme ist auch nicht vom Himmel, sondern von der Schwester auf der Überwachungsstation. Und dann erscheint wieder der Professor mit deinem Taschenbuch auf der Überwachungstation und ruft: „Wo ist meine Patientin, die dieses Buch geschrieben hat?“ Und da kommt das Bewusstsein: Ihr werdet mich  weiterhin am Hals haben mit meinem Geschreibsel … zwar noch etwas zittrig, aber schon wieder am Laptop! 🙂 Und ratet mal: Mein Narkosetraum war – am Schreibtisch beim Bloggen. Irre Modepraline … ich werde wohl nie normal!

Heimwehkind

Man sagt, dass ich ein unglaubliches Heimwehkind war. Und ich erinnere mich dunkel, dass das stimmt! Jegliche Art von Ski-, Schul- und Jugendlager waren für mich der absolute Horror. Und im Nachhinein denke ich, dass es für meine Eltern nicht weniger schlimm war. Nicht etwa, weil sie mich auch so vermissten (vermute ich zumindest), sondern viel mehr deshalb, weil sie mich regelmässig aus den Lagern wieder abholen mussten. Ich schaffte es locker, vor lauter Heimweh 40 Grad Fieber zu bekommen, mir den Knöchel auszurenken oder irgenwelche komischen Symptome zu kreieren, nur um wieder nach Hause zu kommen. Weiterlesen

Geschäftsidee

Es hat viele Menschen, die einen Job suchen. Und es hat offenbar zu wenig Jobs. Man sagt doch, dass man ganz einfach Jobs schaffen könnte, indem man Dinge, die man selber nicht gerne macht, an andere delegiert. Schwupp, und schon ist ein neuer Job geschaffen. Klingt total einfach. Dafür braucht man doch eigentlich nur das nötige Kleingeld. Und ich weiss, dass viele Menschen das nötige Kleingeld haben (Gutbetuchte jammern oft einfach halt gerne auf sehr hohem Niveau…). Weiterlesen

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