von süss bis ungeniessbar

Wenn der Postmann zweimal klingelt…

Liebe Freunde von uns haben eine wunderschöne Bergamasker-Hündin. Ich habe hier auf meinem Blog schon einmal von der lustigen Dame erzählt – sie gehorcht nämlich aufs Wort … ehm … also eher aufs zweite oder dritte Wort, wenn überhaupt! Die Erklärung war ja damals total einfach: Die Hündin ist zweisprachig. Da hatten wir also die Lösung. Nun waren wir kürzlich bei der Familie zum Pfannkuchenessen eingeladen. Lecker! Die Hündin hat uns schon bei der Türe mit lautem Gebell begrüsst – unsere kleine Ellie hat vor Schreck fast das Fell ausgezogen…! Ein ausgewachsener Bergamasker hat doch ein stattliches Organ.

Als erstes wurde uns mitgeteilt, dass das gute Tier mal wieder mit seiner Fresslaune zugeschlagen hatte. Die Hündin hatte nämlich zwei Tage vor unserem Besuch kurzerhand den ganzen Adventskalender des Sohnes verspiesen. Mit Verpackung, Folie und Gummibären – alles weg! Nun ja, zur Strafe musste das Tier die ganze Nacht ko….. (tschuldigung, sich übergeben), aber ob sie daraus etwas gelernt hat? Ich wage es zu bezweifeln. Wir haben uns aber mal wieder schlapp gelacht. Insgeheim waren wir natürlich froh, dass Ellie zu klein ist, um an Dinge ranzukommen, die in der Höhe hängen oder liegen. Ein Bergamasker räumt aber locker auch mal die Küchenkombination ab!

Das lustigste ist aber, dass die Hündin das Haus derart bewacht, dass sie auch bellt, wenn eine Weinbergschnecke durch den Rasen kriecht. Und zwar volle Pulle! Ziemlich beeindruckend dieser Ton! Genauso beeindruckend findet es offenbar auch der Paketbote. Man hat uns nämlich erzählt, dass der inzwischen nur noch vors Haus fährt, an der Türe zweimal klingelt, das Paket hinschmeisst und zurück ins Auto rennt. Für die Empfangsbestätigung muss die Frau des Hauses dann zum Paketboten laufen, und durchs Autofenster unterschreiben. Es könnte also durchaus sein, dass der arme Mann ein kleines Bisschen Angst vor der Hundedame hat…

Von dieser Seite habe ich das Thema Hund bislang noch gar nie so recht betrachtet – aber: Ein Postbote hat es offenbar in seinem Berufsalltag nicht immer ganz einfach, wenn da vierbeinige Bewacher hinter der Türe stehen und Alarm schlagen. Und wenn das Bellen dann noch klingt, als ob gleich ein ausgewachsener Dinosaurier durch die Türe käme … ich weiss nicht, ob ich da nicht auch rennen würde!

 

Zoo der Schimpfwörter

Ist euch auch schon mal aufgefallen, dass wir beim Schimpfen oft – viel zu oft – Tiere als negative Verstärkung brauchen? Ich habe mich gefragt, wie das wohl gekommen sein mag. Und ich bin eigentlich nicht schlauer geworden. Es macht nämlich irgendwie so gar keinen Sinn. Ich habe mal auf die Schnelle ein paar Beispiele gemacht:

Sturer Esel – ist das wirklich so?

Dumme Kuh – sind Kühe tatsächlich dumm?

Fieses Schwein – wie kommt man auf sowas?

Blödes Huhn – sind Hühner dumm?

Doofe Gans – mir gefallen Gänse, und euch?

Blöde Ziege – keine Ahnung, ob das wahr ist.

Dämlicher Affe – sind Affen dämlich?

Fette Sau – das einzige, welches irgendwie Sinn macht.

Hässliche Ente – hä? Enten sind doch hübsche Tiere!

Hinterlistiges Vieh – ist das so?

Ich habe nur eine einzige, für mich halbwegs logische Erklärung für das Ganze. Das dümmste Lebewesen auf diesem Planeten heisst: MENSCH! Attribute wie hinterlistig, fies, hässlich, dämlich, blöd oder stur passen eigentlich nur zur Spezies Mensch. Und weil es langweilig wäre, immer zu sagen blöder Mensch, doofer Mensch, hinterlistiger Mensch etc. etc. haben wir uns in unserer unsagbar einmaligen Kreativität selber übertroffen und die Tiere zu Hilfe genommen. Auch wenn uns diese eigentlich Meilen voraus sind. Die zerstören sich nämlich nicht selber!

 

Weiterschenken geht nicht!?

Ich habe als Kind gelernt, dass man ein Geschenk nicht weiterverschenken darf. Und ich habe auch gelernt, dass man einem geschenkten Gaul nicht ins Maul schaut. Das bedeutet, dass man sich immer brav bedankt und erfreut über ein Geschenk zu zeigen hat, selbst wenn man es potthässlich findet. Also beim Bedanken bin ich noch voll dabei – aber mit dem Rest? Weiterlesen

Machen Kleider immer noch Leute?

Dies ist ein Gastbeitrag vom Sohnemann:

Um dem Statussymbol Kleidung auf den Grund zu gehen, müssen wir ein wenig in der Zeit zurückreisen, irgendwo zwischen Mittelalter und Renaissance: Damals waren opulente, verzierte und mit Rüschen besetzte Kleider der letzte Schrei bei Mann und Frau von Welt. Frauen trugen weite Kleider mit Metallgestellen darunter, welche den sonst viel zu langen Röcken den nötigen Halt verliehen und die es praktisch verunmöglichten, die Kleider alleine anzuziehen.
Bei Männern war weit ebenfalls im Trend, trug Mann doch damals die berühmten „Ballonhosen“, denen die aufgeblasen anmutenden Oberschenkelpartien ihren Namen verliehen. Sowohl Mann als auch Frau von Welt trug ausserdem Schminke und viel Parfüm, da die Waschräume dazumal noch etwas weniger frequentiert besucht wurden, als wir das heute kennen.
Der grösste Unterschied im Vergleich zu heute waren jedoch die gesellschaftlichen Verhältnisse: so verfügten nur wenige reiche Kaufleute und Adlige überhaupt über genügend Geld, um sich derartig extravagante Textilien und Accessoires in die Schränke zu stellen. Der grösste Teil der Gesellschaft trug schlichte, gelbliche bis braune Kleider, da Farbstoffe zu dieser Zeit sehr begehrt und teuer waren, weil der Herstellungs- und Beschaffungsaufwand im Vergleich zu heute viel grösser war.
Lange Rede kurzer Sinn: Schon damals galt eine bestimmte Art von Kleidung als Statussymbol; man konnte sich in eine Reihe stellen mit den Reichen und Adligen. Weiterlesen

Teure Kundengeschenke

Die Adventszeit ist jene Zeit, in welchen Versicherungen, Banken, Autounternehmen, Bauunternehmen und Geschäfte aller Art ihren besten Kunden Geschenke bringen, um sich für die Kundenbeziehung zu bedanken. Das ist ein netter Gedanke. Manche übertreiben dabei aber gewaltig. Da werden Schachteln mit Kuchen und Champagner überbracht, unglaublich aufwändige Werbebücher verschickt, Einladungen an Konzerte verschenkt und und und …. ich kapiere es nicht. Weiterlesen

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