von süss bis ungeniessbar

Wo kommen all die Tiere her?

Die Strassen sind leerer als sonst. Viele Restaurants haben geschlossen und an vielen Orten sieht es fast ein bisschen ausgestorben aus. Herr und Frau Schweizer weilen in den Ferien oder sind intensiv mit dem Wohnungswechsel beschäftigt. Durchwegs positiv, wie man meinen müsste. Leider aber nicht für alle.

Jene, welche ihre vierbeinigen Lieblinge im Tierheim oder der Pension ebenfalls für die Abwesenheit anmelden, können sich getrost auf dem Liegestuhl räkeln oder organisiert den Umzug vornehmen. Für jene Tiere sind nämlich in dieser Zeit die Mitarbeiter der Tierpensionen im Dauereinsatz. Ja, in dieser Zeit herrscht in jedem Tierheim Hochsaison – jedes Plätzchen ist belegt. Weiterlesen

Trächtige Elefantenkuh

Ich schiebe gerade eine Lachflash-Ober-Fiese-Freundinnen-Depression. Da sitzen meine beiden engsten Freundinnen bei mir im Wintergarten bei Kaffee und Kecksen, schauen mir beim Bügeln zu und lachen sich kaputt über meine Figur. Als ob es nicht schon schlimm genug wäre, in den Wechseljahren einfach mal schnell locker 15 Kilogramm draufzuhauen – nein, man muss sich auch noch lustig machen darüber. Weiterlesen

Die Kraft der Gedanken

Ich habe einmal in einer Ausbildung gelernt, dass man mit der Kraft der Gedanken den Körper austricksen kann. Dies wird ganz oft eingesetzt bei Menschen mit Phobien. Mit der Kraft der Gedanken kann man diese Phobien quasi ausblenden oder zumindest für eine ganze Weile in Schach halten.

Man setzt dabei auf Bilder im Kopf, die man sich so intensiv vorstellen muss, dass das Nervensystem und der Körper auf die Bilder reagieren. Die effektive Situation wird so ausgeblendet. Sagt man. Ich habs schon ein paar mal versucht – und scheitere immer wieder kläglich. So auch gestern. Schwüle 32 Grad, kein Windchen wehte. Die Luft stand und Ellie und ich machten eigentlich nichts anderes, als von einer Ecke in die andere zu kriechen und dort wieder zu liegen. Bekanntlich bin ich ja ohnehin keine Sommerfreundin – aber bei diesen Temperaturen bin ich wie ein sterbender Schwan (Ente?). Und Ellie wünschte sich wohl, sie könnte ihren Pelz ausziehen.

Beim stillen Vor-mich-hinleiden ist mir wieder eingefallen, dass man mit den Gedanken doch alles mögliche bewegen kann. Warum also nicht einfach meinem Körper einen Schneesturm suggerieren? Also habe ich die Augen geschlossen und mir vorgestellt, wie ich mit Ellie auf einer Eisscholle liege und um uns herum ein Schneesturm tobt. Ich habe mir die Bilder vor meinem geistigen Auge wunderschön ausgemalt und habe versucht, mir den eisigen Wind herzuzaubern. Intensiv – lange – ausgiebig und … ohne Erfolg!

Vorne rann mir das Wasser runter und am Rücken ebenso. Und wir sprechen dabei definitiv nicht von Schneewasser. Es war Schweiss. Und meine Kraft der Gedanken reichte nicht mal, um wenigstens ein kleines bisschen weniger zu schwitzen. Null! Ich scheine irgendetwas falsch  zu machen – aber ich arbeite weiter daran.

Kindheitserinnerung

Als Kind der 60-er Jahre gehöre ich zu jenen, welchen die Mutter noch das Stofftaschentuch in die Hosentasche gesteckt hat, bevor ich aus dem Haus gegangen bin. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal ein Stofftaschentuch gesehen habe. Dafür kann ich mich sehr gut daran erinnern, dass ich in der Schnupfenzeit ständig mit einer wunden Nase rumgerannt bin, weil durch das dauernde Rotzen in das Baumwolltuch die Haut um die Nase aufgescheuert wurde. Damals gabs noch keine vorbalsamierten und extreweichen Papiertaschentücher. Weiterlesen

Mal angenommen…

…es gibt Tage, an welchen…

…ich meine Hausschuhe einfach nicht finde…
…ich meinen Pincode von der Bankkarte nicht mehr weiss…
…ich mich frage, warum ich in die Waschküche gegangen bin…
…mir der Name der netten Dame bei der Post nicht mehr einfallen will…
…ich in meinen Rucksack starre und mich frage, was alles noch fehlt…
…mich das komische Gefühl beschleicht, dass ich etwas wichtiges vergessen habe…
…ich morgens einfach nicht aus dem Bett komme…
…sich meine Glieder wie Blei anfühlen…
…ich auch nach 10 Stunden Schlaf noch gerädert bin und kaum durch den Tag komme…
…ich mich einfach nicht konzentrieren kann…

muss ich mir dann ernsthaft Sorgen machen? Es ist ja nicht so, dass dies ein Dauerzustand wäre. Aber es gibt echt Tage, da frage ich mich, wozu ich eine Agenda habe, wenn ich diese auch nicht finde. Man sagt ja, dass in der Schwangerschaft aufgrund der Hormone eine grössere Vergesslichkeit und Müdigekeit normal sind. Ist das in den Wechseljahren auch so? Kann es sein, dass der Wandel der Hormone auch im Gehirn einen Wandel auslöst? Oder habe ich ganz einfach viel zu viel im Kopf und es hat keinen Platz mehr? Weiterlesen

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