… für den „Wie blöd kann man sein“-Award, liebe Swisscom.
Vor kurzem habe ich mich hier darüber mokiert, dass ich – weil mein Mann verstorben ist und ich die Namensanpassung bei der Swisscom gemeldet hatte – plötzlich vom Netz abgehängt worden war. Nix ging mehr, weil ich halt DanielA und nicht Daniel heisse. Ja, muss ich nicht verstehen. Läuft aber zum Glück wieder.
Heute kam die Telefonrechnung und ich dachte, ich lese nicht richtig. Ehm, also, das mit der Namensänderung scheint eine Generalstabsübung für Volldeppen zu sein.
Es scheint unmöglich zu sein, neuerdings einfach alles nur noch an Daniela Jäggi zu senden. Gemäss Anschrift lebe ich nämlich c/o Daniel Jäggi. Für alle, die nicht wissen, was c/o bedeutet: Das kommt aus dem Englischen und heisst „care of“, was im übertragenen Sinne im Deutschen üblicherweise bei Adressen verwendet wird als „wohnhaft bei“.
Liebe Swisscom – ich bin NICHT wohnhaft bei Daniel Jäggi, der wohnt hier nämlich nicht mehr. Der ist am 18. Januar leider verstorben und deshalb wohne ich mit Kampfhund und Kampfkatzen alleine unter dieser Adresse. Was ist daran so schwer zu verstehen????
Es gibt Tage, an denen ich mich frage, ob es noch Menschen gibt, die es schaffen, Arbeiten UND Denken zur gleichen Zeit zu können. Oder ist entweder das eine oder das andere möglich und wenn ich beides verlange, dann muss ich zweimal anrufen??? Oder wo ist der Haken an dieser verflixten Geschichte?
Apropos: Lieber Göttergatte – wenn ich schon c/o bei Dir lebe, könnte ich dann wenigstens die Rechnung an Dich weiterleiten und wenn ja, wohin?
Tatsache, die Abläufe nach einem Todesfall lassen einen manchmal am Verstand der Menschen zweifeln.
Künftig werde ich dann wohl unterschreiben mit Daniel Jäggi – im Anhang finden sie das A. Besten Dank!



