von süss bis ungeniessbar

Clevere Enkelin

Meine süsse, knapp 5jährige Enkelin will von mir alle Sternzeichen der Menschen wissen, die sie mag. Dazu gehört natürlich auch, dass sie Bilder der Sternzeichen sehen will.

Sie: „Und was hat mein Gotti für ein Sternzeichen, Grosi?“

Ich: „Dein Gotti ist ein Wassermann.“

Sie: „Das ist jetzt aber schon etwas ungewöhnlich.“

Ich: „Warum denn?“

Sie: „Erstens wäre mein Gotti eine Wasserfrau und zweitens hat sie keinen Bart. Das würde ja richtig blöd aussehen, wenn sie einen Bart im Gesicht hätte.“

Wo sie recht hat, hat sie recht …

Enkel-Schmunzler zum nächsten

Der kleine Mann (3jährig) spielt mit mir auf der Strasse Hockey. Der Ball rollt die Strasse runter und der Kleine rennt schreiend hinterher. Er ist so blitzschnell, dass ich keine Chance habe, ihn rechtzeitig aufzuhalten.

Blöderweise rennt er auch über die Kreuzung, um seinen Ball zu erwischen. Er schafft es stolz und ich schimpfe mit ihm:

Ich: „Du darfst nicht einfach über eine Kreuzung rennen, das ist gefährlich.“

Er: „Ich musste meinen Ball holen und ich bin ein grosser Bub.“

Ich: „Ja, Du bist ein grosser Bub, aber was machen wir, wenn Du von einem Auto überfahren wirst?“

Er: „Das ist nicht so schlimm, dann flicken die mich im Spital wieder!“

Ich: „Die können Dich nicht einfach flicken.“

Er: „Doch, wenn ich flach bin, dann blasen die mich einfach wieder auf – und schwupp, bin ich wieder ganz.“

Kinderlogik ist manchmal so wunderbar einfach.

Was für ein Stress

Keine Ahnung, was ihr heute so gefeiert habt, wir hatten EILIGEN ABEND – zumindest hat das meine Enkelin so benannt.

Vermutlich, weil dann schneller Weihnachten wird.

Eine geruhsame Zeit wünsche ich.

Wenn die Enkelin meinen Abgang plant

Ich durfte heute mit meinen beiden Enkeln Zirkus spielen – ergo: Ich musste turnen. Bei einer Übung, welche die beiden Zwerge mit Leichtigkeit vormachten, musste ich abwinken.

„Warum kannst Du das nicht, Grosi“, fragt meine süsse Enkelin.

„Weil meine Knochen schon etwas alt sind – nicht so elastisch wie eure.“

„Stirbst Du bald?“

„Ich hoffe nicht!“

„Das wäre drum schade!“ Wow – soviel Mitgefühl .

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Weihnachtskröten und andere Geschichten

Gestern Abend bin ich mit klein Ellie auf unserem Strässchen hin und her spaziert, um noch ein bisschen frischte Luft zu atmen, bevor wir unter die warme Bettdecke hüpfen. Ich hatte den Kopf in meiner Kapuze, weil es geregnet hat und habe auch nicht wirklich viel gesehen. Auf einmal bin ich gestolpert.

Was war das?????

Echt jetzt? Eine Schildrköte? Mit Paket auf dem Rücken!!

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie verdutzt ich aus der Wäsche geguckt habe.

„Was zum Kuckuck bist Du denn?“ meine etwas schräge Frage, weil ich habe mit einer Schildkröte gesprochen.
„Ehm, wie sehe ich denn aus? Wie ein Rentier?“ (ja, die Schildkröte kann sprechen).
„Nein, wie eine Schildkröte.“
„Eben, siehts Du, dann weisst Du doch, was ich bin.“
„Und was machst Du hier? Solltest Du nicht im Winterschlaf sein?“

Ellie hat die kleine Schildkröte interessiert beschnuppert, sie dann aber in Ruhe gelassen.

„Klar, sollte ich im Winterschlaf sein. Aber der Weihnachtsmann hat ein Problem.“
„Wie jetzt? Was hat er?“
„Seine Rentierherde hat die Grippe erwischt. Die liegen alle flach und können ihm nicht beim Pakettransport helfen.“
„Du willst mir jetzt erzählen, dass Du für ein Rentier einspringst?“ (als ob Schildrköten springen könnten).
„Jep, genauso. Er hat mich und meine Kumpels geweckt und gefragt, ob wir aushelfen könnten, weil aktuell irgendwie alle mit Viren im Bett liegen.“
„Wie soll das gehen, ihr könnt doch seinen Schlitten nicht ziehen.“

Nein, tatsächlich haben Schildrköten nicht die Kraft, den Schlitten des Weihnachtsmannes zu ziehen. Aber sie können schon mal alle Pakete in die Nähe ihrer Empfänger transportieren, sodass der Weihnachtsmann sie am Weihnachtstag nur noch unter den Baum legen muss.

Mein Herz hat einen Purzelbaum gemacht.

„Das würde ja bedeuten, dass das Paket auf Deinem Rücken zu uns in die Nähe kommt. Sonst wärst Du ja nicht hier auf unserer Strasse.“
„Erwischt“, flüstert die Schildkröte. „Aber kein Wort zu Deinen Enkelkindern – sonst ist der Spass vorbei.“
„Oh, grosses Ehrenwort.“ Ich war fast ein bisschen aufgeregt.

Die Schildkröte hat mich darum gebeten, mein Garagentor zu öffnen, um dort das Paket zu deponieren. Und als ich mich umdrehte, war da noch ein Schildrkötenfreund mehr, mit einem Paket.
„Könnte ich das bitte auch gleich mit dazulegen – die kommen am Weihnachtstag zu Deinen Enkelkindern.“

Ich habe die beiden exotischen Helfer des Weihnachtsmanns mit einem breiten Grinsen verabschiedet und habe die Pakete in meiner Garage so deponiert, sodass sie keiner sieht.

Wie cool ist das denn, wenn Schildkröten einspringen, um dem Weihnachtsmann zu helfen. Das nenne ich mal kreative Problemlösung. Und schliesslich haben die lustigen Kerle Zeit, die verschlafen sonst ja ohnehin nur den ganzen Winter.

Info an alle, die nun befürchten, ich sei übergeschnappt: Nein, das ist eine weitere Enkelgeschichte aus meinem verrückten Grosikopf. Und wenn ich mir diese Geschichte näher betrachte, so fände ich solche Problemlösungen im Menschenalltag echt auch nicht so schlecht. Mal einfach ein bisschen über den Tellerrand hinausdenken. Was wäre das doch schön 🙂

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