von süss bis ungeniessbar

Pferdezunge gefällig?

Es ist heiss, es ist bäh … und ich als Oberträumerin ticke offenbar nachts gerade endgültig aus.

Ich war letzte Nacht im Traum beim Friseur. Meine Haare wurden blau gefärbt – und ich hatte ein Stirnband auf dem Kopf. Ich trug einen Bademantel (warum auch immer) und neben mir sass eine Frau mit einem Pferd. Ja, ein Pferd beim Friseur – total normal, oder? In Anbetracht der Tatsache, dass ich Angst vor Pferden habe, sass ich ziemlich entspannt dort. Bis das Pferd fand, es müsse mit mir Freundschaft schliessen. Wie es das gemacht hat? Ganz einfach: Es hat mir seine Zunge ins linke Auge gesteckt. Ich habe verzweifelt mein Auge zugedrückt und geschrien, sie soll das Pferd zurückpfeifen. Die Frau meinte nur: „Wieso denn, es will nur nett sein.“ Aha … und deshalb steckt mir das Tier seine Zunge in mein linkes Auge – beim Friseur!

Ja, man könnte es mit der Hitze erklären. Das stimmt wohl! Warum zum Teufel erwache ich aber heute und mein linkes Auge tut weh?

Echt – das mit der Träumerei treibt mich irgendwann vermutlich in den Wahnsinn … zumal ich so real träume, dass ich manchmal nicht mehr weiss, ob es nun passiert ist, oder ob ich es nur geträumt habe.

Tipp von mir: Stellt beim nächsten Friseurbesuch sicher, dass kein Pferd im Salon ist – die gehören da nicht hin!

Wenn aus einem Namen eine Marke wird …

… dann kann es passieren, dass man auf einmal selber über diesen gewählten Namen stolpert: Die MODEPRALINE.

Vor fünf Jahren, als mein Blog geboren wurde, da haben wir (Tochterkind und ich) nach dem geeigneten Namen gesucht. Als Besitzerin von Modeboutiquen und bekennende Schokoladengeniesserin hat der Name Modepraline perfekt gepasst.

Jetzt, fünf Jahre später, habe ich meine Boutiquen schon eine Weile abgestossen – der Onlinehandel kam mir zu heftig in die Quere. Mein Leben hat sich ziemlich extrem verändert. Meine Hündin kam zu mir, meine Interessen haben sich verlagert. Ich bin oft draussen in der Natur unterwegs – was früher NIEMALS mein Ding war.  Und leider musste ich mit meinem Herzmenschen in dieser Zeit noch den Sprung auf den Onkoplaneten machen. Auf diesem kämpfen wir nun schon seit mehr als 2 1/2 Jahren einen Kampf, der jegliche medizinische Logik ausser Kraft setzt. Und auf diesem Planeten sind Dinge wie Mode sowas von unwichtig, mehr unwichtig geht gar nicht! Und all das fordert seinen Tribut.

Die einzige Konstante ist die Schokolade … die ist mir treu geblieben (leider … die Polster lassen grüssen!!).

Ich habe in letzter Zeit oft darüber nachgedacht, meinen Blognamen zu ändern. Wenn ich aber mit meinem Umfeld darüber spreche, dann sind sich alle einig: DAS kannst Du nicht machen. Man kennt Dich unter dem Namen Modepraline inzwischen weit über Dein Umfeld hinaus.

Ja, das ist wohl wahr. Es gibt sogar Menschen, die mich ansprechen und mich fragen, ob ich die Modepraline sei. Das würde also bedeuten, dass ein Namenswechsel nicht clever wäre. Irgendwie scheint im Verlauf der Jahre der Name zu einer Marke geworden zu sein, ohne dass ich viel dafür gemacht habe. Die Präsenz in den Medien und die vielen Leserinnen und Leser haben aus der Modepraline etwas gemacht, was ich mir damals nicht vorstellen konnte. Das ehrt mich natürlich sehr … aber ich stolpere immer wieder selber über meinen Blognamen. Und wenn mich jemand fragt, warum ich so heisse – ja dann …. dann ist immer jener Moment, in welchem ich sagen muss: Die lange oder die kurze Variante? Die Lange habt ihr hier im Text. Die Kurze wäre: weil er mal gepasst hat!

 

 

Pfotenreklamation

Liebe Menschenfreunde da draussen!

Ihr wisst ja – ich bin Ellie … die Fellnase der Familie, dessen Frauchen hier immer schreibt. Und ich bin nun seit vier Jahren die Königin der Familie. Also, falsch: Ich WAR die Königin der Familie. Bis ES auf einmal hier aufgetaucht ist. ES ist klein, ziemlich zappelig und macht komische Geräusche. Und wenn ES hier zur Türe reingetragen wird (es ist wohl zu faul zum Gehen), dann herrscht hier Ausnahmezustand. Frauchen benimmt sich wie betrunken und Herrchen macht „dubidubiduuuuuuu“ … was auch immer das heissen soll!

Ich bin ja ein braves Fellknäuel und übe mich in Toleranz. Ich schnappe nicht und ich beschütze das komische ES – es riecht so lecker. Ich weiss zwar noch nicht so genau, was ich mit dem Ding anfangen soll … aber es tut mir ja nichts. Ausser mir die Show zu klauen! 🙁

Heute hat Frauchen den Bogen aber definitiv überspannt! Draussen herrschen Temperaturen wie in einem Backofen und Frauchen fand, dass es schön wäre, ES auf der Terrasse zu baden. Die haben sogar einen Extraeimer für das zappelige Ding gekauft. Und es hat gespritzt und Lärm gemacht wie verrückt. Ich habe in sicherem Abstand dem Treiben zugeschaut … Lärm und nass ist nicht so meins.

Jaja … ihr ahnt schon, was jetzt kommt, oder? Frauchen hat nämlich das Ding aus dem Wasser gehoben, in ein Tuch gewickelt und dann ist Frauchen 2.0 damit verschwunden. Und nun ratet mal, was Frauchen für eine unfassbar kreative Idee hatte??? Jaaaa! Sie hat mich geschnappt und mich in dieses Becken voll Wasser gestellt! Hallo?????? Ich bin wasserscheu – jeder weiss das – und die stellt mich da einfach mit allen vier Pfoten rein. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, schrubbt sie mich mit dem Shampoo von diesem Kreischding, bis ich schäume (vor Wut)!!

Beweisfotos, falls ich nachträglich noch Schäden davontrage:

Echt jetzt, Leute – alles was recht ist: Ich bin ein Hund! Ich gehöre nicht in dieses Becken voll warmem Nass mit Blubber von diesem Ding drin. Die dachten ja, mit einem Knochen könnten die mich wieder gütlich stimmen. Pha – denen hab ich es aber gezeigt. Den hab ich trotzig liegen lassen!

P.S.: Ich rieche jetzt irgendwie wie ES … ich geh dann mal Kuhkacke suchen … ich will mich nämlich rächen!

Ellie 🙁

Gwen und Ellie

Kennt ihr sie auch, die Geschichten mit den Menschen oder Tieren, welche Sprechblasen mit Aussagen gefüllt über den Köpfen haben? Meist sind es Comics … oder Kindergeschichten. Bei uns sind es seit neustem Zwiegespräche, welche unsere Enkelin und unsere Hündin führen. Wohlverstanden: Imaginäre, in Omas Kopf entstandene Zwiegespräche:

In aller Regel bin ich die Verursacherin dieser Zwiegespräche, weil ich das kleine Bündel Herzmensch nicht einfach angucken kann, ohne es zu knuddeln, zu herzen und rumzutragen. Und damit setze ich den Trigger für das Ganze. Ellie kommt nämlich wedelnd angedüst und steht an meinem Bein hoch:

Ellie: „Zeig mal her das Ding da?“
Ich bücke mich mit Gwen im Arm und zeige ihr die Kleine.
Ellie schnüffelt kurz und dann: „Oh Mann, schon wieder sie?“
Gwen blinzelt und denkt: „Cool, kann man Dich an den Haaren ziehen?“
Ellie kratzt intensiv an meinem Bein: „Könntest Du das Ding wieder weglegen? Es stört!“
Gwen so: „Grins, grummel … es ist soo schön am Omas Busen.“
Ellie: „Dir ist schon klar, dass ich schon Jahre vor Dir hier den Thron erobert habe?“
Gwen quietscht vergnügt und schlägt versehentlich beim Muskeltraining ungefähr sieben mal auf Ellie’s Nase.
Ellie: „Ich geh hier nicht weg, das kannst Du vergessen. MEIN PLATZ!“

Ich setze mich mit der kleinen Lieblingsmenschin aufs Sofa und … ZACK … ist Ellie auch da!

Auf meinem Busen liegt Gwen, 20 Zentimeter tiefer liegt Ellie … bündig! Es ist nicht so, dass das Sofa zu wenig Platz hätte … es muss BÜNDIG zu Gwen sein … geht nicht anders!

Ellie seufzt so laut, dass man ein schlechtes Gewissen bekommt. Ich streichle also gleichzeitig das Kind UND den Hund. Man will ja keine Eifersucht provozieren.

Ellie verdreht die Augen: „Früher war das intensiver – so unter uns! Könntest Du das Ding mal weglegen?“
Gwen lächelt sie an und findet das wedelnde Schwänzchen witzig.
Ellie: „Ja klar, lach Du nur … Du hast ja auch wieder die Poleposition. Gleich kommen die bestimmt auch wieder mit Deinem Futter, und ich bekomme nichts davon!“
Ich stehe mit dem Minimenschen vom Sofa auf, um die Wickelunterlage bereitzulegen und … ZACK – liegt Ellie drauf. Ich versuche sie beseite zu schieben. Kennt ihr das, wenn ein 7-Kilo-Hund sich so schwer machen kann, dass er sich wie 70 Kilo anfühlt. Und dabei guckt Ellie, als ob ich sie mit der Peitsche schlagen würde.

Ellie: „Tja, nun liege ich hier. Euer Problem!“
Ich lege Gwen daneben und die strampelt und hampelt vor Begeisterung, sodass Ellie wieder diverse Minihiebe kassiert. Aber sie bewegt sich keinen Millimeter weg.
Ellie: „Ha, schlagen ist auch kein Argument – ich bleibe hier! Mir egal!“

Und wer nun denkt, dass Ellie aus lauter Eifersucht böse zu Gwen sein könnte … vergesst es! Sie bestraft MICH mit traurigen Blicken, depressiven Anfällen, lauten Seufzern und Futterverweigerung! Bei Gwen ist sie die grosse Aufpasserin. Wer es wagt, dem kleinen Bündel Mensch ungefragt zu nahe zu kommen, der wird angeknurrt und totgebellt. So!

 

Am 14. Juni ist Frauenstreiktag …

… und ich gehe nicht hin!

Ich weiss, das macht nichts – eine mehr oder weniger ist total egal! Aber ich finde es absolut unemanzipiert, wenn Frauen mit Plakaten und Spruchbannern durch die Strassen gehen und für ihre Rechte kämpfen. Jaja, ich weiss, damit mache ich mich nun seeeehr unbeliebt … aber ich bin emanzipiert genug, um damit umgehen zu können.

Gleiches Recht für Mann und Frau – oder nein, sorry: Für Frau und Mann! Ja, ich bin ja auch dafür, dass Frauen für die gleiche Arbeit gleichviel Geld verdienen wie Männer. Da muss man halt bei der Jobauswahl besser hinschauen: es gibt nämlich unendlich viele Unternehmen, in welchen das schon lange Usus ist. Und dieses Gleichberechtigungsgedöns hat sowas Abstossendes an sich. Die Natur hat es nunmal so eingerichtet, dass wir Frauen die Kinder bekommen. Also sind wir per se schon mal nicht wie die Männer. Die Natur hat es auch so eingerichtet, dass wir über weniger Muskelmasse und Kraft verfügen. Die Natur hat es zudem auch so vorgesehen, dass die Denkweise einer Frau sich von jener eines Mannes unterscheidet. Man sagt ja nicht vergeblich, dass Frauen von der Venus kommen und Männer vom Mars!

Ich glaube, dass die Natur das schon gut gemacht hat, denn sonst wären wir schon lange ausgestorben. Und ich finde auch, dass wir eher aufpassen müssen, dass sich nicht schon bald die Männer per Streik wieder emanzipieren müssen … wehe nämlich, wenn ein Mann ein Mann ist. Dann wird er inzwischen schon fast an den Pranger gestellt, weil er zu wenig weibliche Attribute hat.

Echt jetzt, liebe Frauen: Glaubt ihr, dass die Männer euch bewundern, wenn ihr auf die Strasse geht? Glaubt ihr, dass sie euch dann ernster nehmen, als ihr im Moment offenbar das Gefühl habt (ich habe dieses Gefühl nämlich ganz und gar nicht)? Ich glaube ja eher, dass sie euch belächeln und ihr euch damit ins eigene Fleisch schneidet! Ich habe mich immer ernst genommen gefühlt, weil ich auch als Frau hinstehen und sagen kann, wenn ich etwas nicht in Ordnung finde. Auch die männlichen Gegenüber haben das bislang immer verstanden. Und ich muss mir auch nicht per Massendruck Gehör verschaffen … man hört mich auch sonst!

Jeder definiert die Emanzipation wohl anders … aber heutzutage scheint es in Mode zu sein, dass man für alles auf die Strasse geht. Bitzeli peinlich …

 

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