von süss bis ungeniessbar

„Ich nehms nicht persönlich…“.

Wer hier schon länger mitliest weiss, dass es kein Thema gibt, welches ich nicht textlich verarbeite. Ich bin schmerzfrei selbst bei Themen, welche die Schweizer nicht so gerne besprechen. Ziemlich unschweizerisch von mir, ich weiss. Aber das ist vermutlich genau DER Charakterzug, der mich ausmacht.

Nun habe ich aber Post bekommen, bei der ich kurz dreimal tief durchatmen musste. Ich werde eingeladen, PERSÖNLICH, zu einem exklusiven Seminar. Bis dahin klingt ja alles noch wunderbar, wenn es denn da nicht um die Pensionierung ginge!!!

Also: Ich habe Baujahr 1967, bin also noch mindestens 8 Jahre von der offiziellen Pensionierung entfernt. Wenn ich dieses Wort aber lese, fühle ich mich leider temporär uralt …

Dazu kommt, dass ich selbständig erwerbend bin und dass meine Tätigkeiten ein grosser Teil meines Lebens sind. Ich werde arbeiten, solange ich atmen kann. Ich würde sagen:

„Nehmt mir meine Arbeit weg und ich falle tot um!“

Sonnenklar, es gibt viele Menschen, die ihre Pension und die monetären Dinge, die daraus resultieren, leider nicht planen. Deshalb stehen sie dann auf einmal vor dem grossen schwarzen Loch, in welches am Ende des Monats nicht mal mehr eine Pizza ins Budget passt. Da ich mich aber mein Leben lang mit meinem Leben und meinem Ableben (ergo, auch meinem Alter) beschäftige, brauche ich glücklicherweise kein exklusives Seminar dafür.

Was will ich eigentlich genau sagen? Nun, kurz und knackig: Ich möchte NICHT darauf aufmerksam gemacht werden, dass ich nicht mehr zum jungen Gemüse gehöre. PUNKT.

Urlaubsplanung heute

Früher, als ich noch jünger war (NEIN, damals lebten die Dinosaurer schon nicht mehr!), da war das Thema Urlaub immer das Highlight schlechthin. Wohin könnten wir fliegen und wie lange. Das hing meistens vom Budget ab. Und wir freuten uns riesig.

Heute – so ungefähr 30 Jahre später – stellen sich irgendwie total andere Fragen. Also, mal abgesehen davon, dass ich mich ohnehin zum Ferienmuffel entwickelt habe, sind die möglichen Feriendestinationen doch etwas zusammengeschrumpft. Wenn ich die Jungen höre, wie sie über mögliche Ferien diskutieren, dann geht es da eher darum zu sondieren, wo man möglichst gefahrenminimiert überhaupt noch Urlaub machen kann. Kriegsgebiete, polititsche Unruhen, Attentate und sonstige Widerstände machen es in vielen schönen Ländern unmöglich, überhaupt zu reisen. Oder zumindest wäre es mehr als gefährlich! Weiterlesen

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