von süss bis ungeniessbar

Klingt ja schlimm!

Man sagt, ich sei auf den Hund gekommen. Jaja, ich weiss – manche verstehen es, andere eben nicht. Aber ich gestehe: Ich war schon immer ein Hundenarr und es war nur eine Frage der Zeit. Und weil ich nun natürlich viele Leute mit Hunden kennenlerne, sind die Hunde da auch immer ein Thema. Gemeinsame Spaziergänge sind zudem erst noch viel lustiger, als alleine, besonders weil Ellie – meine vierbeinige Freundin – die Bewegung im Rudel doppelt lustig findet. Weiterlesen

Der dunkle Keller

Ich frage mich, warum das Phänomen des düsteren Kellers sich seit Generationen hartnäckig hält. Oder kennt ihr dieses Phänomen womöglich gar nicht?

In meiner Kindheit war der Keller mein Angstraum im Zuhause. Warum? Keine Ahnung. Ich wurde weder in den Keller gesperrt, noch wurde mir mit dem Keller gedroht. Aber ich kann mich an jede Einzelheit im Keller erinnern und ich weiss, dass ich es gehasst habe, wenn ich im Keller Getränke holen musste. Um mich selber zu beruhigen, habe ich immer laut gepfiffen oder gesungen, wenn ich in den Keller gehen musste. Noch viel schlimmer war es, wenn mich die Mama in den Keller schickte, um Kartoffeln zu holen. Ich bildete mir bei jedem Griff auf den Lattenrost ein, ich würde in eine Spinne greifen. Bekanntlich habe ich nämlich panische Angst vor Spinnen, und diese schwarzen Achtbeiner tummeln sich ja mit Vorliebe im Keller. Weiterlesen

Nachtwanderung

Die aktuelle Hitze in der Schweiz ist unerträglich. Und für Menschen wie mich, die ohnehin tausend mal lieber im Dauerwinter leben würden, noch viel mehr. Die letzte Nacht war aber der Supergau. Ich meine, kurz vor Mitternacht hat das Aussenthermometer immer noch 27 Grad angezeigt und nicht ein Hauch von Wind war zu spüren. Die Luft stand – der Atem stockte – der Kreislauf rotierte und die Schweissporen waren kurz vor der Explosion. Und weil man so weder müde noch schläfrig wird, kann es sein, dass komische mitternächtliche Ideen entstehen. Weiterlesen

Brave Kinder machen Musik

Meine Jahrgänger werden wissen, was der Titel meines Beitrages aussagen will. Als wir Kinder waren, stand es gar nicht zur Debatte, ob ein Kind Blockflöte spielt, oder nicht. Es hatte einfach den Musikunterricht zu besuchen. Die musikalische Förderung war damals irgendwie ein Muss, warum auch immer. Ich spielte also – wenig begeistert – Blockflöte und wurde anschliessend dazu verdonnert, Klavierstunden zu nehmen. Schliesslich schenkten meine Eltern mir auch ein Klavier, damit ich regelmässig üben konnte. Meine Mama war eine grosser Fan vom Klavierspiel, denn sie hätte immer gerne Klavierstunden genommen – sie durfte aber nicht. Und wie Eltern es oft so haben: Was sie selber gerne gemacht hätten, muss dann der Nachwuchs tun. Weiterlesen

Schreiben von A – Z: U = Unglaublich-Unfassbar-Unbegreiflich

Mit zunehmendem Alter begegnen mir Dinge, welche ich zwar sehe, höre oder lese, aber trotzdem nicht glauben kann. Dinge, von welchen ich dachte, dass es sie nur in schlechten Filmen gibt.

Zwei der wahnsinnigen Ereignisse, welche ich bis heute nicht so richtig einordnen kann, waren der Tsunami im Jahr 2004 und die Terroranschläge vom 11. September 2001 (im täglichen Sprachgebrauch als 9/11 bekannt). Ich habe diese Ereignisse zwar immer und immer wieder im Fernsehen vor Augen geführt bekommen, konnte sie aber nie wirklich realisieren. Zu unrealistisch erschienen sie mir. Weiterlesen

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