von süss bis ungeniessbar

Ich backe eine Katze

Seit einer Weile arbeite ich in einem hiesigen Tierheim. Eine unglaublich spannende, wertvolle, lehrreiche, lustige und manchmal traurige Aufgabe. Der Alltag ist gespickt mit Überraschungen und es gleicht kein Tag dem anderen. Das liegt vermutlich daran, dass Tiere nicht kalkulierbar sind und dass man nie weiss, was den Menschen wieder alles einfällt. Die traurigen Beispiele lasse ich jetzt einmal aussen vor – denn alleine diese würden leider ein ganzes Buch füllen. Deshalb hier ein Beispiel, wie es durchaus auch schon mal passiert ist:

Ältere Dame spaziert ins Tierheim: „Guten Tag. Ich möchte gerne ein bisschen Katzen anschauen kommen.“

Ich: „Also, heisst das, dass sie eine Katze für sich suchen?“

Sie: „Nun ja, das weiss ich noch nicht. Ich will eben zuerst schauen.“

Ich: „Wir haben nicht Katzen auf Vorrat, wenn Sie das meinen. Wir zeigen Katzen, die zu vermitteln sind gerne, wenn jemand gezielt sucht. Ansonsten wäre der Stress für die Tiere zu gross, wenn ständig fremde Menschen durch die Gehege gehen würden.“ Weiterlesen

„Liebe Mobiliar…“

…diesen Werbeslogan kennt in der Schweiz vermutlich jede/r. Eine grosse Versicherungsgesellschaft wirbt damit für ihr Angebot. Immer, wenn irgendwo in meinem Umfeld jemandem etwas kaputt geht oder ein Lapsus passiert, kommt der Running-Gag: „Liebe Mobiliar…“. Nun hat eine liebe Kollegin mir aber kürzlich eine Geschichte in Bezug auf Versicherung erzählt, die ich euch nicht vorenthalten will. Die Versicherung hiess zwar nicht Mobiliar, aber die Geschichte ist deswegen nicht minder gut. Weiterlesen

Was denn nun?

Gemäss dem Tierschutzgesetz wird ein Tier in der Schweiz nicht mehr als Sache angesehen. Ein Tier gilt also als Lebewesen. Soweit die Theorie. Das Problem ist, dass es in der Praxis leider nicht wirklich funktioniert. Also es gibt sogar Tage, an welchen ich behaupten würde, dass es in der Praxis überhaupt nicht funktioniert. Wenn es hart auf hart geht, dann hat ein Tier immer die Arschkarte. Sei es wegen einer Scheidung, wegen eines Todesfalls, wegen Krankheit oder schlicht wegen Überdruss. Und nun möchte ich gerne folgendes von meinen Mitleserinnen und Mitlesern wissen:

Angenommen, eine handicapierte Person, welche eine Suchterkrankung hat und im Rollstuhl sitzt, legt sich einen Hundewelpen zu. Im weiteren nehmen wir an, dass besagte Person zuvor schon jahrelang einen Hund hatte und sowohl die Behörden als auch das Umfeld wissen, dass dieses Tier immer wieder von der Polizei ins Tierheim gebracht werden muss. Natürlich immer nur solange, bis die kranke Person wieder fähig ist, temporär selber für das Tier zu Sorgen. Das dauert bei einer Suchterkrankung bekanntlich immer unterschiedlich lange. Weiterlesen

Anliegen in animalischer Sache

Ich bin für eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen. www.kastrationspflicht.ch

Seit ich an der Tierfront arbeite, bekomme ich täglich mit was passiert, wenn sich Leute Tiere anschaffen, ohne an die Kosten und die Verantwortung zu denken. Wer sich Katzen anschafft, muss daran denken, dass es alleine mit dem Abholen des neuen Mitbewohners nicht getan ist. Die Samtpfoten brauchen Impfungen, Chip, regelmässige Checks, Futter, Spielzeug, Katzenkorb und – wenn es Freigänger sind – eine Kastration. Weiterlesen

Zwiegespräch der Pferde

Meine allerbeste Freundin und ich sind heute gemeinsam mit unseren Tieren durch die Wälder gestreift. Aus klimatechnischen Gründen natürlich erst abends, denn tagsüber ist es auch den tierischen Freunden schlicht zu schwül und zu warm. Weiterlesen

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026

Theme von Anders NorénHoch ↑