von süss bis ungeniessbar

Einsatz für eine gute Sache

Es gibt einen Verein namens VFSM – ausgedeutscht „Schweizerischer Verein zur Förderung des Selbstmanagements / Symptom Navi Programm“.

Ich stehe dem Verein unterstützend zur Seite und setze mich dafür ein, dass Menschen mit Krebserkrankungen nicht im Irrgarten der Krankheit und ihrer Folgen allein gelassen werden.
Es kann schon mal passieren, dass unter den gesundheitlichen Sparmassnahmen und dem ganzen Zeitdruck im Gesundheitswesen Patienten mit ihren Ängsten ganz einfach nicht richtig aufgefangen werden können. Sie werden von den Therapien und ihren Nebenwirkungen überrollt und werden dabei noch zusätzlich kränker, als sie es oft ohnehin schon sind.
Das Auffangen solcher Situationen soll durch Symptom Navi einfacher werden und die Patienten und ihre Angehörigen bekommen ein Werkzeug in die Hand, welches ihnen den Weg durch den Dschungel zeigen soll.

Es braucht für solche Hilfestellungen immer Menschen, die bereits sind, etwas von ihrer Zeit und ihrer Kraft für jene einzusetzen, die dringend darauf angewiesen sind. Dies, ohne dabei auf eine monetäre Abgeltung zu setzen.

Die Brücke zwischen Ärzten und Pflegenden bzw. Kliniken und Patient-/innen ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Dabei brauchen wir Hilfe.

Help wanted! Wir suchen «Agentinnen» und «Agenten», die sich ehrenamtlich dafür einsetzen, dass eine gute Sache an die richtigen Stellen kommt.

Agentinnen und Agenten haben
⏱️ etwas Zeit, sich für eine gute Sache einzusetzen
???? gute Ideen, wie man am besten an die richtigen Stellen kommt
???? ein Gespür für Onkologie-Betroffene und deren Angehörige, die manchmal nicht mehr weiterwissen
???? das Verständnis für die Materie
 
Eine Agentin bzw. ein Agent braucht niemals all diese Skills – oft reicht schon eine, um als helfende Hand für etwas zu brennen und uns damit zu unterstützen.

Agentinnen und Agenten könnten Personen sein,
???? die selber schon an Krebs erkrankt sind
???? die jemanden durch eine Krankheit begleitet haben oder es immer noch tun
???? die Selbsthilfegruppen leiten
???? die das Bedürfnis haben, sich für eine gute Sache einzusetzen
???? die sich zutrauen, in ihrem örtlichen Spital oder der onkologischen Praxis
ein Türöffner für das Symptom Navi zu sein.
 
Fühlst du dich angesprochen? Ursula Gehbauer freut sich unter ursula.gehbauer@symptomnavi.ch über deine Nachricht.

Wir werden für alle «Agentinnen» und «Agenten» eine Schulung machen, um euch gut gerüstet loszuschicken.
Wir freuen uns auf euch!

Das Symptom Navi unterstützt alle Krebsbetroffenen im Umgang mit Ihrer Krebserkrankung und möglichen Folgen von Therapien.
Wenn auch du unsere Arbeit unterstützen möchtest, findest du uns unter symptomnavi.ch

Gesundheitsförderung Schweiz | Ursula Gehbauer Tichler | Marika Bana

Für Mama

Muttertag – für viele heisst es losrennen und Blumen kaufen, oder Schokolade. Oder irgendetwas, was die liebe Mama dann abstauben und schön finden muss – ob sie will oder nicht 🙂 .

Ich weiss 365 Tage im Jahr, was ich an meiner Mama habe. Und mir graust davor, dass ich sie auf einmal nicht mehr haben könnte. Ich brauche also nicht unbedingt einen Muttertag, um meiner Mama danke zu sagen für alles, was sie mein ganzes Leben lang für mich getan hat und immer noch tut.

Dass ich die beste Mama der Welt habe, ist für mich sonnenklar. Schliesslich hat sie:

–> mir als Kind bei jeder Grippe leckere Sachen ans Bett gebracht
–> mich mit meinen geliebten Barbies spielen lassen
–> stundenlang mit mir das Einmaleins gebüffelt, weil es einfach nicht in meinen Kopf wollte
–> immer Lieblingsessen gekocht (tut sie übrigens heute noch)
–> mir über Mittag einen Rock genäht, weil ich keinen im Schrank hatte
–> mir zugeredet, wenn mal wieder etwas gründlich schief gelaufen ist
–> sich in der Camarque auf ein Pferd geschwungen, weil ich unbedingt mal reiten wollte
–> mich gedeckt, wenn ich Mist gebaut hatte
–> sogar mit mir zusammen Dinge getan, die wir eigentlich nicht hätten tun dürfen
–> mir hin und wieder einen Arschtritt verpasst, wenn ich den dringend nötig hatte
–> mit mir gelitten, wenn das Leben mich geschüttelt hat
–> mir nie das Gefühl gegeben, ihr zuviel zu sein
–> so manches mir zuliebe mitgemacht
–> mir an jedem Geburtstag Leckereien gebacken
–> meine Hosen gekürzt und meine kaputten Sachen geflickt
–> immer zu mir gehalten!

Diese Liste könnte ich noch endlos weiterführen und ich weiss, dass es nicht selbstverständlich ist, eine solche Mama zu haben. Ich kenne Menschen, die haben zwar eine biologische Mutter, aber keine Bindung und auch keinen Kontakt. Für mich eine grauenvolle Vorstellung!!

Wenn ich könnte, würde ich meiner Mama mindestens noch 10 Jahre Gesundheit in eine Schachtel packen, um sicher zu sein, dass ihr in dieser Zeit nichts passiert.
Auch für meinen Papa würde ich das übrigens gerne machen. Der hat schliesslich auf dem Schulweg auch mal heftig durchgegriffen, wenn ich von den Jungs drangsaliert wurde.

Gute Mütter leisten Unglaubliches! Und meine Mama ist nicht nur eine gute Mutter – sie ist die beste Mutter für mich!

Ein Hoch auf mein Mami, das Grosi, die Nonna, das Uri und unseren Familienpfeiler!



Krankes Gesundheitssystem!!!

Heute präsentieren unsere Solothurner Spitäler ihre Zahlen, die einen Rotanstrich bekommen … langsam aber sicher!

Also, mich überrascht echt gar nichts mehr! ????

Nachdem ich vor knapp einer Woche das erste mal für mich selber (und nicht als begleitende Kampfsau für andere Patienten) den Notfall aufsuchen musste, wurde mir so richtig bewusst, was Fachkräftemangel bedeutet. Ich war am Austrocknen und hatte Erstickungsgefühl und man wollte mich mit Dafalgan und Neoangin nach Hause schicken. Macht Sinn, oder? Deswegen sucht man ja auch den Notfall auf ????????.

Ich habe die Nacht durchgehalten und bin um 06.00 in den Notfall gefahren, weil es nicht mehr ging. Dummerweise musste ich aber draussen im Gang den Schichtwechsel von 07.30 Uhr abwarten. Ich habe mich elend gefühlt und mich dabei ein paarmal übergeben müssen, weil das Schlucken nicht mehr möglich war. Und es war KEIN MENSCH sonst im Notfall. Es ist also nicht so, dass da Highlife war!

Meine kleine Restenergie musste ich dann dafür aufwenden, die junge Assistenzärztin, die notabene kaum Deutsch konnte, davon abzuhalten, mich einfach mit den zwei Nonsens-Medikamenten wieder vor die Türe zu stellen. Ich musste vehement und mit dem Hinweis auf meine Privatversicherung darauf pochen, einen HNO zu Gesicht zu bekommen. Bis dahin sind aber fast 4 Stunden verstrichen! ????

Nun ja – die Oberärztin der HNO-Abteilung hat mir dann einen hochgradig entzündeten Kehlkopf mit geschwollenem Kehlkopfdeckel attestiert, mir sofort Kortison und Antibiotika gegeben und wollte mich erst stationär aufnehmen, um eine mögliche Totaleskalation zu verhindern. Wir haben dann aber gemeinsam entschieden, dass ich unter dieser Medikation alle 24 Stunden zum Check auf die HNO fahre und bei einer Verschlechterung sofort wieder kommen würde. Damit sei nicht zu spassen, meinte sie.

Nun ja, wie gut, dass ich mich nicht mit Dafalgan und Neoangin habe nach Hause schicken lassen. ????

Ein System, welches an allen Ecken und Kanten hinkt. Und ich frage mich dabei immer wieder, ob es so schwierig sein kann, das Fachpersonal anständig zu entlöhnen und möglicherweise an die Spitze des Verwaltungsrates einmal jemanden zu wählen, der vom medizinischen Fachgebiet eine Ahnung hat und nicht mit derart vielen Ämtern belegt ist, dass die Zeit für den bitteren ernst leider fehlt!!!????

Lieber Kurt Fluri – es wäre an der Zeit, beim Aufräumen mal ganz oben anzufangen – so sehe ich das! ????

P.S.: Ich habe meine Beschwerde unmittelbar an die SoH gesandt – und habe bis jetzt keine Antwort bekommen, obwohl ich darum gebeten habe. ????

Solothurner Spitäler rutschen in die roten Zahlen

SOLOTHURNERZEITUNG.CH

Solothurner Spitäler rutschen in die roten Zahlen

Zu wenig Personal, reduziertes Bettenangebot, die Teuerung und höhere Energiepreise: Die Solothurner Spitäler AG schreibt ein Millionendefizit. Schwarze Zahlen wird es in der Spitalrechnung vorderhand nicht mehr geben.

Too much!

Multitasking Manie – wenn das Gedächtnis in die Knie geht!

Wisst ihr noch, was ihr als letztes grad gelesen habt, oder ist es schon wieder weg?
Wir leben im Zeitalter der Informationsüberflutung. Wir jonglieren ununterbrochen mit WhatsApp, Instagram, LinkedIn und E-Mails, während wir gleichzeitig versuchen, das nächste grosse Ding in unseren Bereichen zu erledigen. Aber was passiert, wenn all diese Aktivitäten auf verschiedenen Kanälen unser Gedächtnis beeinträchtigen?

Ich erlebe es grad live und in Farbe:
–>Ich sitze in einem Meeting und plötzlich kann ich mich nicht mehr erinnern, was das Thema der Diskussion ist. Weg! Schwupp!
–>Ich telefoniere und während des Sprechens (was aktuell eher einer Wortkotze gleicht) frage ich mich: Mit wem telefoniere ich eigentlich?
–>Ich stehe im Supermarkt und DAS ultimativ wichtige Ding, das ich unbedingt nicht vergessen wollte, ist weg! Bis vor 2 Minuten war es noch da, jetzt will es mir nicht mehr einfallen. Keine Chance!

Klingt wie ein Science-Fiction-Film, ich weiss – ist aber Tatsache. Und weil ich mich frage, ob ich mein Gehirn checken lassen sollte, habe ich mich in diese Symptome eingelesen. Und da stehen all diese Fakten, die ich eingangs erwähnt habe. Und all diese Dinge sind Bestandteil meines Jobs.

Massnahmen?
–>Priorisieren: Immer auf das aktuell Wichtigste konzentrieren und das andere ruhen lassen – es bringt nämlich nichts, alles gleichzeitig tun zu wollen.
–>Pausen einlegen: Dem Gehirn eine Pause gönnen. Spazieren gehen, meditieren oder ein paar lustige Katzenvideos schauen (aber nur ein paar … ???? ).
–>Genügend schlafen: Vor dem Schlafengehen nicht noch kurz die Mails checken. Das Hirn fährt sonst wieder auf 180 hoch!

So, und weil ich all das bereits tue und immer noch overload bin, melde ich mich in die wohlverdienten Osterferien ab.
Kopf voll …
Schnauze voll …
Wellness ruft!

Und wie sieht eure Pause aus?

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Tu Gutes, und sprich darüber

Nicht einfach, das Richtige zu tun …

… deshalb tue ich vieles still und heimlich. Schliesslich will ich mir weder Feinde machen, noch Neider auf den Plan rufen.
Gerade habe ich aber wieder eine Anfrage bekommen, ob man meinen Namen bei einem Spendeneingang veröffentlichen dürfe, um hoffentlich Nachahmer zu finden. Normalerweise lautet meine Antwort NEIN.

Heute mache ich bei einigen Organisationen eine Ausnahme, weil ich denke, dass diese sich über neue Spendeneingänge sehr freuen würden. Und weil ich diese Organisationen schon lange begleite, weiss ich auch, dass das Geld dort genau an die richtigen Stellen kommt. Man kann also getrost helfen, ohne Angst haben zu müssen, dass die Franken im Niemandsland verschwinden.
Bei manchen der Organisationen arbeite ich ehrenamtlich mit oder habe dies für eine Weile gemacht – deshalb kann ich die Hand ins Feuer legen.

Wer also mal ein paar Franken übrig hat, denen kann ich die folgenden Organisationen sehr ans Herz legen:

www.herzensbilder.ch (eine wunderbare Sache)
www.allani.ch (sehnlichst erwartet und einmalig)
www.pippilotta-kindertrauerbegleitung.ch  (mitten ins Herz)
www.hospiz-solothurn.ch (ein wunderbarer Ort)
www.aarebrueggli.ch (für all meine tierischen Freunde)

Und wer gerne noch persönlicher spenden möchte, der kann dies auch mal tun, indem er jemandem mit knappem Budget einmal einen tollen Gutschein schickt. Nur Mut! Wir Schweizer-/innen scheinen da in vielerlei Hinsicht noch eine Hemmschwelle zu haben, die dringend abgebaut werden muss.

Ich drück die Daumen ✊???? ✊????

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