Einmal mehr in diesem Jahr wohne ich im weltbesten Hotel in der schönsten Stadt der Welt, und trotzdem habe ich eine schlaflose Nacht hinter mir. Eigentlich dachte ich, es sei Zufall. Oder die Wechseljahre. Oder das geheizte Zimmer. Oder … oder … oder …!

Als mich heute früh aber wieder einmal die Trauer auf dem falschen Fuss erwischt hat, da wurde mir klar: Auf den Tag genau vor einem Jahr bin ich mit meinem Göttergatten zum letzten Mal aus der geliebten Hansestadt nach Hause geflogen. Wir wären am liebsten geblieben, mussten aber aufgrund der starken Medikationen und der Therapien zurück in die Schweiz. Und mir war klar, dass es unser letzter Flug sein würde.

Ich weiss, dass er das auch gespürt hat. Wir sind beinahe wortlos nach Hause geflogen und er hat jedes Wolkenbild studiert, das er gesehen hat. Er hat alles geliebt, was mit der Fliegerei zusammenhing. Also auch den letzten Flug! Obwohl der wirklich allerletzte Flug ja jener gewesen ist, als wir seine Asche über unserer Heimat freigelassen haben.

Ja, diesmal erinnert mich sehr viel an unseren letzten Aufenthalt, weil vieles genauso aussieht, wie damals. Die Dekorationen, die Düfte, die Lichter – und manchmal geht es wunderbar; manchmal ist aber Triggeralarm in meinem Kopf und meiner Seele.

Meine Seelenschwester und Reisebuddy Manu ist einmal mehr unerschütterlich an meiner Seite. So, wie sie es das ganze Jahr über war. Sie hat getröstet, zugeredet, war da, hat mit mir gelacht, wir sind in Erinnerungen geschwelgt und sie hat einfach verstanden. Dafür bin ich unendlich dankbar. Auch ihrem Amore Marco, der in dieser Zeit immer auf sie verzichtet und zu Hause die Stellung hält. Beste Freunde nennt man das!

Morgen werden wir Silvester im Pyjama, mit leckerem Essen vor der Glotze verbringen. Schliesslich können wir uns zu Hause nicht so verwöhnen lassen, wie wir das hier in unserer zweiten Heimat tun können. Also nutzen wir doch die Gunst der Stunde und lassen es uns einfach gut gehen. Draussen darf geknallt werden – wir machen SPA, Chilling und Mampfing – und verschlafen vermutlich den Rutsch ins 2026. Macht ja nichts! Hauptsache gemütlich.

Happy new year everybody!

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