von süss bis ungeniessbar

Einmal Kopf lüften bitte!

Wenn der Kopf surrt vor lauter Gedankenkarussell – wenn man müde ist, aber nicht mehr schlafen kann – wenn das Nervensystem auf Alarm stellt … dann ist definitv Zeit zum Entschleunigen. Und warum soll man dafür in die Ferne fliegen, wenn das Schöne doch so nah liegt? In meinem schönen Hamburg. Die Hansestadt ist eben nicht nur Stadt, sondern bietet noch so viel mehr. So habe ich heute beschlossen, meinen Kopf bei einem ausgiebigen Marsch mit Ellie am Elbstrand zu lüften! Eine Freude für Mensch und Tier. Man fühlt sich wie am Meer, nur eben nicht so heiss. Und es hat unendlich viele Spielgefährten für Ellie, mit denen sie rumtoben kann. Besonders toll: Es gibt gemütliche Cafes mit Strandkörben und kuscheligen Decken, in welchen man es sich nach dem ausgiebigen Spazieren so richtig gemütlich machen kann. Und die Sonne streichelt nicht nur das Gesicht, sondern auch die Seele. Unglaublich, was so ein paar Stunden an der frischen Luft, alleine mit sich und seinen Gedanken bewirken. Fernab von Trubel, Stress und Hektik. Und wie immer bei den Nordlichtern … man kommt ganz schnell mit jedermann und jederfrau ins Gespräch, wenn man das denn möchte. Die Hanseaten sind sehr offen und immer für einen Spass zu haben. Und die Hundehalter haben ja ohnehin immer ein gemeinsames Thema – ihre Vierbeiner. Und davon hat es hier jede Menge!

Wer also mal eine Kopflüftung nötig hat und deswegen nicht um die halbe Welt fliegen will – Hamburg ist immer eine Reise wert: Für Strand, gutes Essen, coole Schwätzchen, spannendes Shopping und jede Menge Spass!

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Geruchsexplosion in der Hundenase

Meine kleine Hündin Ellie begleitet mich bekanntlich überall hin, wo Hunde erlaubt sind. Sie ist mein Minischatten (manchmal könnte man auch Stalkerin sagen…). Nun ja, ich habe mir schliesslich keinen Hund angeschafft, um ihn dann immer zu Hause zu lassen. Also musste Ellie lernen, wie man Zug fährt, genauso das Busfahren, das Fliegen oder das Fahren mit der Gondel. Und Ellie findet eigentlich alles cool, solange sie bei mir sein kann.

Nun ist es ja so, dass wir in der Schweiz auf dem Land wohnen. Wenn ich mit Ellie aus dem Haus gehe, schnüffelt sie zwar auch, was da wohl für Kumpels schon vorbeigekommen sind. Aber das ist wohl rein gar nichts im Vergleich zu Hamburg. In der Hansestadt gleicht ein Spaziergang mit Ellie einem Zick-Zack-Marsch mit gefühlt zwei Millionen Zwischenstopps. In dieser riesigen Stadt hat es unendlich viele Hunde und noch viel mehr Gerüche. Ellie zieht an der Leine von Mauer zu Busch zu Baum zu Mauer zu Haus zu zu zu …..! Und das bedeutet für mich, dass ich in der Leinenführung ganz schön gestresst werde. Schliesslich muss ich bei all dem Gewusel noch aufpassen, dass Ellie nicht von einem Fahrrad überfahren oder von den tausenden von Füssen getreten wird. Ganz schön anspruchsvoll für ein Landei wie mich. Und ich stelle mir dann jeweils vor, was da in Ellies Geruchssynapsen wohl abgehen mag.

Hunde riechen ja bekanntlich x-tausend mal besser als wir. Wenn wir also einer Strasse entlang gehen, wo alle paar Zentimeter schon unzählige Kumpels von Ellie markiert haben  und wo sich der Kebab-Stand an den Chinafood und den Burgerking reiht – ach Du meine Güte! Das muss ja bei Ellie eine Explosion auslösen. Kein Wunder, dass meine kleine Hündin immer total hibbelig an der Leine zieht (was sie übrigens in der Schweizer Heimat nie tut) und nicht schnell genug von Geruch zu Geruch düsen kann. Und wenn sie dann mal den ultimativen Megageruch erwischt, dann bekomme ich sie kaum noch weg. Dann bin ich es, die zieht wie eine Doofe und Ellie hält dagegen, weil sie weiter schnuppern will. Man nennt dieses Geschnuppere ja auch „Zeitunglesen“ für Hunde. Ich gehe also davon aus, dass Ellie in den Tagen in Hamburg jeweils sämtliche Zeitungen Europas liest. Ganz schön anstrengend, so eine Grossstadt – aber Ellie schlägt sich wacker und scheint es zu mögen. Und ich auch – obwohl ich das mit dem Schnuppern dann doch lieber meiner Hündin überlasse … ich käme mir etwas doof vor, auf allen Vieren durch Hamburg zu krabbeln und dabei noch ständig dieses Schnaubegeräusch zu machen…

Ich mach mich auf den Weg…

…zurück zur Leichtigkeit des Seins! Mein treuer Leser „Joey“ vom Blog https://joeyofleed.wordpress.com/ hat mir in seinem letzten Kommentar mitgeteilt, dass mich offenbar etwas sehr aufreibt, weil sich mein Schreibstil verändert hat. Die Leichtigkeit sei verloren gegangen. Ja, lieber Joey, da hast Du leider recht. Und weil ich das selber merke, nervt es mich gewaltig! Das war auch nicht so geplant. Aber manchmal schreibt das Leben Geschichten, die jenseits von Leichtigkeit und Witz sind. Und genau so sind diese schweren Blogposts enstanden. Es läuft eben bekanntlich im Leben nicht immer rund. Und weil mich nun Joey darauf aufmerksam gemacht hat, werde ich mich sehr bemühen, den Weg der Leichtigkeit wieder zu finden. Schliesslich macht das Leben auch mehr Spass, wenn es nicht so schwer wiegt.

Das Problem ist vermutlich, dass man – wenn man mitten in einer Krise steckt – den Schritt aus dem Krisensumpf nicht mehr macht und sich drum im Sumpf zu suhlen beginnt. Fataler Fehler! Ein Schritt zurück und von aussen betrachten wäre manchmal eine gute Sache. Dann würde man nämlich merken, dass es im Leben NICHTS gibt, wofür es sich so sehr zu ärgern lohnt, dass man die Leichtigkeit verliert. Und ich bin Joey ganz schön dankbar, dass er mir heute diesen Tritt verpasst hat. Ich will nämlich keine mühsame Jammertante im Tal der Tränen sein – das passt im Grunde auch so gar nicht zu mir. Also habe ich soeben beschlossen, mich aus der dunklen Höhle wieder rauszubuddeln und ins Sonnenlicht zu stehen (was für ein überkandideltes Sinnbild….).

Ich nehme also jetzt meinen Rucksack und packe all den Mist der letzten Wochen raus, schütte Benzin drüber und zünde alles an. Stattdessen packe ich alle guten Gedanken, die neuen Ideen, die lieben Zusprüche und die witzigen Bilder in meinem Kopf in den Rucksack rein und mache mich damit auf den Weg zurück zur alten Modepraline. Und ich hoffe, dass ihr alle mitkommt. Schliesslich macht Kummer und Ärger nur krank – und wer ist schon gerne krank? Ich nicht! Drum, danke lieber Joey … ich weiss, dass Du ganz bestimmt an meiner Seite bleibst und mit dem Schwanz wedelst (nein, Leute … keine dummen Gedanken … Joey ist ein Havaneser!).

Hundetrainerin

Meine Güte, Leute – ich werde sowas von erzogen … mehr geht gar nicht! Ich gehe durch eine echt harte Schule. Eigentlich hatte ich ja die Hundetrainerin engagiert, um meinem Hund beizubringen, dass er nachts schlafen soll. Dumm nur, dass die Hundetrainerin der Meinung ist, dass das Problem eigentlich bei mir liegt. Zu wenig konseuqent, zu wenig ernst, zu wenig dominant. Und all das, obwohl ich immer dachte, ich wäre Misses Perfect.

Das Schlimmste daran: Ich bezahle Geld dafür, dass ich mich mit fast 50 Jahren noch erziehen lassen muss. Hilfe! Wie gut, dass ich mich mit der Trainerin so gut verstehe, sonst würde ich es ihr vermutlich übel nehmen. Ich meine, Sätze wie:

„Stell Dich gerade hin – Deine Körperhaltung ist zu wenig dominant.“
„Setz Dich mal durch, auch wenn es bedeutet, dass Du laut werden musst!“
„Die kleine Motte verarscht Dich, und Du merkst es nicht.“
„Du bist doch eine gestandene Frau, also zeig der Kleinen, wo es lang geht, los.“

…ja, das sind Sätze, die mir nicht jeder einfach so sagen dürfte. Und ich finde es lustig, dass die Hauptarbeit eines Hundetrainers eigentlich jene mit dem Hundehalter ist. Nicht etwa mit dem Tier – nein, mit dem Halter … oder in meinem Fall eben mit der Halterin.
Gerade kürzlich musste ich mir nämlich von der Hundetrainerin anhören: „Nun ja, ich glaube ja, dass Ellie es schon lange kapiert hat. Jetzt müssen wir es einfach noch in Deinen Schädel bringen.“ Dankeschön!

Ja, ich bezahle also Geld dafür, dass man mich regelmässig auf meine Defizite aufmerksam macht, und ich bin dankbar dafür. Ich lerne unglaublich viel über mich, meine Körpersprache und meine Zeichen, die ich unbewusst gebe. Ich bin in Sachen Erziehung einfach ein Weichei – das habe ich inzwischen definitiv kapiert. Und ja, die Hundetrainerin hat recht. Ich arbeite an meiner konsequenten und disziplinierten Linie! Und wenn ich die Veränderung bei mir und meinem Hund so anschaue, dann hat sich die Investition bereits sehr gelohnt. Hätte ich mal vor der Pubertät meiner Kinder gewusst, was eine Hundetrainerin so alles kann – ich hätte eine gebucht. 1000 mal effizienter als jede Kinderpsychologin oder Mütterberaterin!

Und was ist das?

Meine kleine Hündin Ellie ist hier bei uns ein bisschen everbodys Darling. Also nicht nur in der Familie, sondern auch auf Waldspaziergängen. Dadurch, dass ich sie auf Facebook und auf meinem Blog immer wieder  zum Thema mache, kennt fast jede/r Ellie. Aber es gibt hin und wieder auch skurrile Begegnungen. Die laufen in etwa so ab:

Auf dem Waldweg rennen vier Hunde aufeinander zu und begrüssen sich. Es wird gerannt, gebellt, gespielt und vor Begeisterung die Rolle gemacht. Die Hundehalter stehen zusammen und sprechen über ihre Hunde. Weiterlesen

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