von süss bis ungeniessbar

Wo sind die Texte?

Ich veröffentliche in letzter Zeit vergleichsweise wenig Beiträge – noch bis vor kurzem war das irgendwie anders.

Grund? Meine Agenda ist randvoll!

Gut? Ja!!!

Ich habe in diesem verflixten Jahr 2025 eine ziemliche Transformation durchlaufen. Begonnen hat alles mit:

Verwitwet. Scheisse!

Traurig? Ja!

Aufgeben? NO WAY!!!

Ich habe mich fürs Leben entschieden, nicht zuletzt auch wegen meines geliebten verstorbenen Göttergattens. Er wollte nicht, dass ich mit einer Trauermiene zu Hause sitze und Trübsal blase. Und deshalb hat er mir vermutlich auch seine Kraft hier gelassen. Anders kann ich mir nicht erklären, wie ich so gut durch diese Jahr kommen konnte.

Was läuft? Vieles!!!

Ich schliesse noch diese Woche die Ausbildung zur zertifizierten Trauerbegleiterin ab und habe parallel dazu gleich die nächste Ausbildung zur Achtsamkeitstrainerin in Angriff genommen. Ich schreibe für diese Ausbildungen seitenweise modulare Arbeiten. Deshalb vielleicht auch eher weniger auf den sozialen Kanälen!

Ich packe gefühlt dauernd meinen Koffer ein und aus. Und ich habe es bis Ende Jahr tatsächlich geschafft, mindestens einmal im Monat eine Reise zu machen. Darauf bin ich ganz schön stolz – es braucht nämlich einiges an mentaler Kraft, sich alleine immer wieder neue Dinge einfallen zu lassen und diese dann auch durchzuziehen.

Ich bin gerade dabei, mit einem Profi an der Seite meine neue Homepage aufzubauen, über welche man sich dann für Begleitungen bei mir anmelden kann. Heisst: Ich habe mich also auch beruflich neu aufgestellt!

Ich habe alle Grenzen gesprengt, vor denen ich ganz schön Schiss hatte. Letzte Woche war ich sogar im besagten Pub, in welchem ich vor 39 Jahren mit dem Göttergatten mein erstes Date hatte. Und es hat funktioniert. Mehr als das; dank passender Begleitung war es sogar saulustig und die Geschichten über dieses erste Date haben mich wieder lachen lassen.

Dass es nun überall weihnachtet, macht mir bislang weniger Mühe, als befürchtet. Ich müsste aber lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich keine Angst vor der Weihnachtszeit und dem ersten Todestag meines Göttergatten habe. Ich weiss nicht, was meine Seele da mit mir so vorhaben wird.

Es gab einige Tiefs, bei welchen ich am liebsten den Kopf in den Sand gesteckt hätte. Tatsache ist aber, dass mir das den Göttergatten nicht zurückbringen wird. Und der Sand im Getriebe würde nur beim Gehen stören. Und auch wenn die Trauer nach wie vor da ist, so wende ich mich jeden Tag aufs Neue dem Leben zu – weil ich nur dieses eine Leben habe. Und das findet JETZT statt. Nicht morgen, nicht übermorgen – GENAU JETZT!!! Alles andere steht in den Sternen.

Meine beiden Enkelkinder helfen mir, immer wieder ganz schnell Boden unter den Füssen zu bekommen, wenn die Spirale nach unten ziehen will. Und sie tun dies, ohne dass sie es wissen. Einfach weil sie da sind, weil sie leben und weil Kinder von Natur aus nach vorne schauen – sie sind positiv und voller Leben!!! Meine beiden kleinen aber grossen Vorbilder.

Die Enkelin hat passenderweise beim weihnächtlichen Dekochaos das Foto von mir gemacht. Und ich liebe es – weil es zeigt, dass das Leben weitergeht. Genauso, wie ich es auch zuvor gelebt habe: Schräg, anders, mit Humor und Spass und mit ganz viel Energie, selbst wenn mir manchmal im Sitzen die Augen zufallen.

Ganz viel Dankbarkeit geht raus an alle, die mich durch dieses Jahr getragen haben!

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2 Kommentare

  1. Anne Zegelman

    Was für ein inspirierender Beitrag. Danke dafür! Ich habe vor ein paar Jahren mal für die Arbeit einen Artikel über Weihnachten in Trauer geschrieben, vielleicht interessiert dich ja, was die Tipps dort waren. https://frankfurt.bistumlimburg.de/news/2022/espresso-ohne-zucker-trauer-in-der-weihnachtszeit

    • modepraline

      Danke dafür, liebe Anne 🙂

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