von süss bis ungeniessbar

Unser Held

Heute war Grosseinsatz an der Krebskampffront. Der Göttergatte hatte eine weitere grosse Operation vor sich, auf welche wir seit ein paar Wochen gebibbert haben. Und in den letzten Tagen wurde die Nervosität schier unerträglich – zumindest für mich. Er nahm es relativ gelassen – wie immer – und war bis heute morgen gut gelaunt. Die Kids und ich fuhren ihn heute früh in die Klinik und man hätte bei ihm meinen können, wir würden einen Ausflug machen. Äusserlich total gelassen – innendrin hats ganz bestimmt gearbeitet wie verrückt … aber mein starker Indianer würde das NIEMALS zugeben 🙂 !

Die vier Stunden vom Moment, als wir ihn am Eingang des Operationssaales verabschiedeten, bis zum Anruf des Chirurgen, kamen mir vor wie Lichtjahre. Auch wenn das Tochterkind und der Sohnemann sich alle Mühe gaben, mich abzulenken. Schwierig … mit jeder weiteren halben Stunde standen meine Magennerven mehr auf Sturm und meine Hände glichen zwei Tropfsteinen (Angstschweiss). Meine Güte, was war ich froh, als der erlösende Anruf kam: „Alles gut gelaufen – er liegt nun auf der Intensiv und sie können in einer Stunde kurz zu ihm gehen.“

Intensivstation nach grosser Operation – da stellt man sich beim ersten Besuch immer auf einen richtigen kranken Menschen ein. Der Göga war aber schon eine Stunde nach OP wieder auf Spasskurs – meine Güte! Der Mann ist mein Held … seit 30 Jahren mein Held!!! Da kommen wir in die Intensivstation und er fragt uns: „Hey, wisst ihr, wie man einen Typen nennt, der so tut, als ob er etwas werfen würde?“ Hä??? „SCHEINWERFER!“ Und dabei konnte er sich köstlich amüsieren. Nach einer vierstündigen OP mit unzähligen Schläuchen im Körper.

Ich wünsche unserem Held so sehr, dass auch die nächsten Tage ohne Komplikationen verlaufen und wir damit einen weiteren Meilenstein an der Krebskampffront hinter uns lassen können. Da wo ich jammern und mich bedauern würde, ist er positiv und schaut nach vorne – immer mit dem Satz: „Der Krebs ist nur Nebensache – die Hauptsache ist das Leben.“ Ich liebe diesen Mann! 🙂

Wunschkonzert für Leser-/innen Teil 3

Ich habe auf Facebook einen Aufruf gemacht, bei welchem ich nach Themen, Ideen, Visionen, Gedanken oder Überlegungen für Geschichten gefragt habe. Eine ziemliche Herausforderung, denn manche Ideen sind einfach Sätze, mit welchen ich anstellen kann, was ich will. Dann mal los – hier für Olga H.:

Wer nicht will, der hat gehabt!

Und daraus soll ich nun also eine Geschichte machen? Was sagt mir der Satz? Wenn ich etwas nicht will, dann hab ich es halt einfach nicht. Klingt logisch – hat aber offensichtlich einen tieferen Sinn.

„Kann ich Dich mitnehmen?“
„Nein, ich gehe lieber zu Fuss.“
„Es fängt aber gerade an zu regnen.“
„Tja, dann werde ich halt nass.“
„Willst Du wirklich nicht einsteigen?“
„Nein, danke. Ich laufe lieber.“
„Nun denn: wer nicht will, hat gehabt!“

So sieht ein wohl klassisches Beispiel aus, wie es jeden Tag passieren kann. Unspektakulär und nicht selten erlebt. Oft ist es falscher Anstand oder Scham, der uns Hilfe ablehnen lässt. Wie würde es wohl aussehen, wenn man aus dem Spruch ein krasses Beispiel bastelt?

„Brauchst Du Geld?“
„Nö, ich habe noch etwas in der Hosentasche, warum?“
„Och, ich habe im Lotto gewonnen.“
„Echt? Viel?“
„Geht so. Vier Millionen.“
„Oh mein Gott – was machst Du nun mit soviel Geld?“
„Nun ja, ich wollte es Dir gerade schenken, aber Du wolltest ja nicht.“
„Ich habe ja auch nicht gedacht, dass Du von soviel Geld sprichst.“
„Pech – wer nicht will, hat gehabt.“

Das wäre das unklassische Beispiel, bei welchem sich der Ablehner vermutlich anschliessend in den eigenen Hintern beissen wird. Ich gehe nicht davon aus, dass es sich so schon einmal abgespielt haben könnte. Wenn doch: Das wäre dann die berühmte Arschkarte!

Kann ich helfen?

Kennt ihr sie auch, die rhetorischen Fragen? Also eigentlich jene Fragen, die man aus Anstand stellt, insgeheim aber die Antwort schon kalkuliert hat. Eine kleine Auswahl gefällig?

Mein Göttergatte bereitet das Abendessen vor, wuselt wie wild durch die Küche und ich frage (wie immer) netterweise: „Kann ich etwas helfen?“ Natürlich rechne ich mit dem üblichen: „Nein, geht schon, danke.“ Weiterlesen

Der Kampf mit dem Autokorrekturprogramm

Ich habe noch nie behauptet, ein Computercrack zu sein. Im Gegenteil – ich bin eine mittelmässige Anwenderin, die zum Glück sehr erfolgreich und laut um Hilfe schreien kann. Und wenn ich dann mal etwas kapiert habe, mache ich mich unglaublich wichtig mit meinem Wissen. Jeder Kursleiter von irgendwelchen Computerkursen hätte seine wahre Freude an mir. Die typische Streberin in der ersten Reihe halt, die andauernd mit dem neuen Wissen glänzen will. Würg! Weiterlesen

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