von süss bis ungeniessbar

Neue Agenda

Jedes Jahr das gleiche Spiel. Viel zu spät kaufe ich einen neuen Jahresplaner, weil sich die Termine inzwischen stapeln und ich über die kleinen Zettel den Überblick verliere. Und die Geburtstage geraten auch aus dem Blickwinkel. Also heisst es nun, die Termine nachzutragen.

Zuerst alle Geburtstage, dann alle fixen, bereits bekannten Termine (Arzt, Lesungen, Geschäft, Sitzungen, Hundesport und Feiern) und zu guter Letzt die Ferien. Und da kommt immer wieder die Knacknuss in der Familie. Wann ist nun das ideale Datum, an welchem die meisten unserer 4-köpfigen Familie abkömmlich sind und wir eine Woche zusammen in Österreich verbringen können? Ein Ding der Unmöglichkeit, wenn das Tochterkind in Hamburg und der Sohnemann in Zürich studieren, die Ferien von Deutschland und der Schweiz nicht aufeinander abgestimmt sind, der Göttergatte als Lehrer auch noch einmal an andere Ferienpläne gebunden ist und die einzig Flexiblen in diesem Konstrukt Ellie (der Hund) und ich sind. Früher war das bedeutend einfacher. Und wenn ich dann anbringe, dass wir sonst halt diesmal alleine in die Ferien fahren, dann kommt aus dem Hintergrund ein Veto mindestens eines Kindes: „Ich möchte aber auch mit!“ Und das finde ich wunderbar! Denn schliesslich sehen wir die Kids auch so schon selten genug, mit all den Dingen, die sie so zu tun haben.

Die Planung von Ferien erinnert mich deshalb immer so ein bisschen an den Geometrie- und Algebraunterricht von früher: Die Schnittstelle, welche für alle passt. Schwierig! Echt richtig schwierig!

Und beim Übertragen der Termine und dem Platzieren der neuen Agenda wird mir auch immer wieder bewusst, wie schnell die Zeit rennt. Schwupp – und schon wieder ist ein Jahr um. Und schon wieder habe ich manche Termine bis zur nächsten Weihnacht eingetragen und denke, dass das ja noch weit weg ist. Aber eben: Es wird wieder genauso schnell gehen und ich werde wieder genauso spät in die Papeterie rennen, um mir eine neue Tischagenda zu holen. Jedes Jahr das gleiche Spiel!

Ferientücken

Woran liegt es, wenn irgendwas oder jemand einfach immer verhindern will, dass ich in Urlaub fahren kann? Habe ich denn das nicht verdient? Als ob ich andauernd im Urlaub wäre…

Wir sind eine Familie, die äusserst selten wegfährt – und wenn, dann bestimmt nicht weit. In der Regel sind das Tirol oder Deutschland die Destinationen. Mehr nicht. Da müsste man noch denken, dass das nicht so schwer sein kann, zumal selbst dies nur zweimal im Jahr vorkommt. Also kein Jetset, kein Dauerstress mit Packen. Nichts von all dem! Aber nein – das ist bei uns eine Generalstabsübung … und zwar fast immer. Zum Verzweifeln! Weiterlesen

…wie nach Hause kommen…

Wenn man in Urlaub fährt, erwartet man doch nicht selten immer was Neues. Neue Länder, andere Sitten, neue Menschen, fremdes Essen und jede Menge Überraschungen. Wir nicht! Bei uns ist in Urlaub fahren immer … wie nach Hause kommen … und das ist gut so. Seit gefühlt 100 Jahren fahren wir immer ins gleiche Hotel im gleichen Ort mit den gleichen Menschen in unser gleiches Hotelbett mit unserer gleichen Putzfee und dem gleichen Personal. Und weil das so ist, beginnen die Ferien so immer schon in der ersten Minute, wenn wir das Hotel betreten. Der bekannte Duft, die bekannten Stimmen, das wohlige Gefühl von „angekommen“ sein. Weiterlesen

Ein Tag Facebook in echt

Seit ich bei Facebook vertreten bin – und das ist noch nicht wirklich lange – überlege ich mir immer wieder, wie ein Facebook-Tag im echten Leben aussehen würde.

Ich meine: Manche haben ja soviele „Freunde“, dass man sich gar nicht vorstellen kann, wie man soviele Freunde überhaupt haben könnte (vorausgesetzt, man versteht unter der Definition „Freund“ nicht einfach nur ein Mensch, den man vielleicht irgendwann mal gesehen hat…). Und dann wird geliked, was das Zeug hält. Es wird gratuliert, gelobt, geteilt, eingeladen und und und…..! Weiterlesen

Jemanden zur Schnecke machen

Woher kommt nur die komische Redewendung: „Jemanden zur Schnecke machen“? Vor allem ist diese Redewendung ja ausschliesslich negativ behaftet. Für mich ein Rätsel. Ich habe nämlich kürzlich, an einem Regentag, vor unserem Haus einer Weinbergschnecke beim Kriechgang von A nach B zugesehen. Langsam, gemütlich und irgendwie einfach friedlich. Und dabei kam mir folgender Gedanke:

Wie toll wäre es doch, wenn man sein Haus einfach immer dabei haben könnte. Ich finde diesen Gedanken weltklasse!

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Wie oft habe ich schon gedacht, dass ich umziehen würde, wenn ich unser ganzes Haus einfach nehmen und andernorts wieder hinstellen könnte. Es gibt so viele schöne Orte auf der Welt, aber diese Packerei und der Umzug lässt mich immer wieder diesen Gedanken verwerfen. Oder da stell man sich vor, man könnte so Ferien machen. Das Haus wäre immer mit dabei, mit dem eigenen Bett, der eigenen Toilette, einfach allem, was man gerne hat. So könnte man doch wunderbar durch die ganze Welt reisen. Weiterlesen

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