von süss bis ungeniessbar

Zoo der Schimpfwörter

Ist euch auch schon mal aufgefallen, dass wir beim Schimpfen oft – viel zu oft – Tiere als negative Verstärkung brauchen? Ich habe mich gefragt, wie das wohl gekommen sein mag. Und ich bin eigentlich nicht schlauer geworden. Es macht nämlich irgendwie so gar keinen Sinn. Ich habe mal auf die Schnelle ein paar Beispiele gemacht:

Sturer Esel – ist das wirklich so?

Dumme Kuh – sind Kühe tatsächlich dumm?

Fieses Schwein – wie kommt man auf sowas?

Blödes Huhn – sind Hühner dumm?

Doofe Gans – mir gefallen Gänse, und euch?

Blöde Ziege – keine Ahnung, ob das wahr ist.

Dämlicher Affe – sind Affen dämlich?

Fette Sau – das einzige, welches irgendwie Sinn macht.

Hässliche Ente – hä? Enten sind doch hübsche Tiere!

Hinterlistiges Vieh – ist das so?

Ich habe nur eine einzige, für mich halbwegs logische Erklärung für das Ganze. Das dümmste Lebewesen auf diesem Planeten heisst: MENSCH! Attribute wie hinterlistig, fies, hässlich, dämlich, blöd oder stur passen eigentlich nur zur Spezies Mensch. Und weil es langweilig wäre, immer zu sagen blöder Mensch, doofer Mensch, hinterlistiger Mensch etc. etc. haben wir uns in unserer unsagbar einmaligen Kreativität selber übertroffen und die Tiere zu Hilfe genommen. Auch wenn uns diese eigentlich Meilen voraus sind. Die zerstören sich nämlich nicht selber!

 

Doofe Erfindung

Ich habe bekanntlich einen etwas kleineren Hund (nur optisch – im Herzen ist sie ein Löwe). Sie wiegt gerade mal 6 Kilo. Und für manche ebenso bekannt habe ich eine Auto mit einer ziemlich hohen Einstiegshöhe. Wo liegt also das Problem? Ganz einfach: Die Hündin schafft den Einstieg in den Kofferraum nicht selber, weshalb ich mich mit meinem lädierten Rücken immer bücken, sie hochheben und auch wieder beim Ausstieg helfen muss. Auf der Suche nach einen anderen Lösung hat man mir eine Einstieghilfe für Hunde empfohlen. Speziell angefertigt für Autos mit hohem Kofferraum. Beliebig verlängerbar und mit Auszug und Einschub. Wie praktisch – ich bestellte mir beim Autohändler gleich so ein Teil und prompt wurde dieses auch 3 Tage später geliefert. Weiterlesen

Orientierungssinn

Jedes Wesen hat seinen eigenen Orientierungssinn. Manche mit den Augen, andere mit den Ohren, wieder andere mit der Nase. Menschen und Tiere orientieren sich auf die unterschiedlichsten Arten nach dem Woher und dem Wohin. Nur bei mir, da ist dieses gewisse Orientierungsdings vermutlich vergessen gegangen. Ich komme irgendwo her und finde nicht mehr zurück. Ich gehe dreimal am selben Ort vorbei und behaupte jedesmal, dort noch nie gewesen zu sein. Weiterlesen

Schusselig

Kennt ihr jene Tage, an welchen einfach alles durcheinander gerät, man alles vergisst, verlegt und nicht mehr findet? Ich hasse diese Tage! Ich fühle mich dann immer so gestresst ob meiner eigenen Schusseligkeit. Besonders passieren mir solche Tage dann, wenn ich übermüdet bin und sonst noch viel um die Ohren habe. Weiterlesen

Langschläfer

Ich gehöre zu jener Spezies, welche morgens nicht sehr gerne aufstehen, bevor es nicht wirklich richtig hell ist. Im Winter heisst das, dass alles was vor 8 Uhr ist, eigentlich noch zur Nacht gehört. Und am Wochenende ist alles zu früh, was vor 9 Uhr ist. Ja – und schon habe ich das Problem: Wie erkläre ich das meinem Hund?

Ellie ist extrem schlau und lernfähig – sie kapiert schnell. Am schnellsten kapiert sie, wie man das Frauchen an der Nase herumführt. Ich würde meinen Vierbeiner schon nicht mehr hergeben und wir lernen jeden Tag viel Neues. Ich trainiere mit ihr Gehorsam, Spiel und Kommandos und jeden Tag sind wir in der Natur unterwegs. Funktioniert alles bestens, bis auf das Ding mit dem Aufstehen. Wenn sich Ellie nämlich langweilt, ist für sie Tagwache angesagt. Und sie ist unendlich hartnäckig. Ich finde es aber absolut nicht witzig, im Winter um 6 Uhr morgens, wenn es noch stockdunkel ist, im Pyjama rauszutappen und mit der Hundedame Pipi zu machen. Weil ich aber eine unwissende Hundemama bin (war), dachte ich natürlich, das Hündchen müsse dringend raus und habe vermutlich auch noch Hunger. Also habe ich sie dämlicherweise sogar morgens um 6 Uhr gefüttert. Bis mir meine Hundefreunde gesagt haben, dass klein Ellie mich ganz schön veräppelt – und das ich bedeutend härter werden muss, wenn ich nicht von der Hundedame erzogen werden will.

Und so habe ich die letzten Tage beschlossen, die ersten Weckversuche von Ellie mit einem lauten „psst“ abzuwürgen! Zudem gehen wir nun zwar so um halb acht kurz Pipi, aber dann gehe ich wieder zurück in die Federn und ignoriere ihr freudiges Schwanzwedeln (was nicht ganz einfach ist). Der irritierte Blick von Ellie ist echt zum Niederknien und ich muss mir das Lachen doch sehr verkneifen. Aber selbst wenn ich nicht mehr schlafen kann, so muss die kleine Dame lernen, dass sie sich an MEINEN Rhytmus anzupassen hat – und nicht andersrum!

Heute hat mir ein Hundeprofi im Training gesagt: „Du hast ein viel zu grosses Herz – lass Dich bloss nicht von Deinem Hund zum Sklaven machen.“ Ja, das hat mir doch sehr zu denken gegeben. Und so habe ich nun beschlossen, dass mein Hund ein Langschläfer werden muss. Wie ich das hinbekomme? Keine Ahnung! Aber ich arbeite daran. Es soll nämlich tatsächlich Hunde geben, die Morgenmuffel sind. Also bringen wir das auch hin.

Notiz an mich: „Hund zum Morgenmuffel machen!“

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