Eisfischen bei minus 34 Grad in Lappland – was für ein Erfolg.
Ich könnte euch jetzt erzählen, dass Marco als einziger von uns vieren den ultimativ grössten Fisch aus dem zugefrorenen See geholt hat. Könnte …
Aber ganz von vorn:
Zuerst bohrt man ganz elegant und einfach mit Kraft und Technik ein Loch in die Eisdecke:

Ja, ich weiss – elegant geht anders ….

… und von den 50 Zentimetern Eisdicke habe ich gerade mal 5 Zentimeter geschafft. Den kleinen Rest musste unser Guide für mich machen. Keine Chance hätte ich gehabt.
Nach 4 Löchern ging es los. Man hat mir erklärt, diesen Sport mache man mit Geduld und Ruhe: Genau mein Humor!

Man guckt in ein Loch, zupft sanft immer wieder an der Angel und während andere dabei meditieren, quassle ich nonstop und vertreibe alles, was an Fischen irgendwo in der Nähe sein könnte. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass unter uns die Fische sich schlapp gelacht haben über diese vier dämlichen Touristen, die tatsächlich geglaubt haben, sie könnten bei dieser Arschkälte Fische aus dem See ziehen. Selbst Käptn Igloo hätte sich dabei wahrscheinlich einen Bruch gelacht.
Kalt? Nicht die Bohne:


Unsere beiden Fischprofis tun, als ob sie nie etwas anderes getan hätten.
Zugegeben: Manu und ich schlagen uns auch tapfer, ich einfach etwas lauter als sie. Diese Fischerei ist aber auch saumässig langweilig …
Und die Sicht ohne Brille ist definitiv ziemlich eingeschränkt. Aber mit Brille ist sie gleich null, weil die Brillengläser dauernd beschlagen und zufrieren …

Und auch wenn Marco uns angedroht hat, dass er die eisige Kälte nicht verlassen würde, solange er keinen Fisch habe, so hat auch er letztlich kapituliert. Ohne Fisch! Alex hat das Bild MIT Fisch von KI für ihn machen lassen – zum Trost und für sein leicht lädiertes Ego.
Was soll ich sagen: Es war saulustig, aber ich habe definitiv kein neues Hobby gefunden. Eisfischen fühlt sich noch langweiliger an, als Golfspielen. Und dann sollte man dabei auch noch still sein. Ey Leute, ein Ding der Unmöglichkeit für mich, ausser ich würde mich mit 40 Grad Fieber und Halsschmerzen dort an den See setzen. Dann vielleicht ruhig …
Tja, ein Versuch wars allemal wert in der Weite der kalten und weissen Pracht Lapplands.


Hauptsache es hat Spass gemacht und – für mich sind Kartoffeln und Gemüse zum Abendessen allemal okay. Die anderen müssen sich den Fisch halt im Supermarkt holen.
Petry heil!
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